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Bedeutung des Personalmanagements in Banken steigt

Die Qualität des Personalmanagements bestimmt zunehmend den Wirtschaftserfolg mittelständischer Banken und Sparkassen. Das belegt eine Studie der Beratungsfirma ZEB. Während dort die Gesamtaufwendung für die Mitarbeiter steigen, sinkt allerdings die Zahl der Mitarbeiter im Personalbereich.

Die jährlichen Personalaufwendungen pro Mitarbeiter stiegen von 815 Euro im Jahr 2009 auf 990 Euro im Jahr 2011. Noch deutlicher war der Anstieg in der Führungskräfteentwicklung von 1.500 Euro auf 1.770 Euro pro Person. Die im Rahmen der Studie durchgeführten statistischen Berechnungen zeigen, dass die Qualität der Personalarbeit zu rund 65 Prozent den Wirtschaftserfolg einer Bank bestimmt. 2009 lag dieser Wert noch bei rund 35 Prozent.

"Steigende Kundenansprüche und ein verschärfter Wettbewerb erhöhen den Druck auf die Mitarbeiter. Gleichzeitig haben viele Institute mit den Folgen der Krise und der stärkeren Regulierung zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Personalmanagement eine völlig neue Bedeutung", erläutert Professor Joachim Hasebrook, Senior Manager bei ZEB. "Wir haben festgestellt, dass wirtschaftlich erfolgreiche Institute gerade hier professionelle Strukturen vorweisen und dadurch einen wichtigen Vorteil im harten Wettbewerb gewinnen."

 

Die Herausforderungen im Personalbereich im Einzelnen

Die Zahl der im Personalbereich tätigen Personen sank im Vergleich zur Mitarbeiterzahl von 1:60 im Jahr 2009 auf 1:70 im Jahr 2011. Dennoch gaben fast alle Banken und Sparkassen die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität als eine der wichtigsten Aufgaben an. Gleichzeitig haben aber nur elf Prozent entsprechende Maßnahmen konkret umgesetzt.

An Bedeutung in der Presonalarbeit gewinnen flexible Arbeitsplatz- und Arbeitsgestaltungsmodelle. Vor allem Top-Institute achten vermehrt auf die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Gleichzeitig nehmen Banken die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung aber noch vielfach auf die leichte Schulter.

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