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Arbeitgeber und Gewerkschaft starten Initiative zum Gesundheitsschutz

Alexander Gunkel, BDA, und Annelie Buntenbach, DGB, unterstützen die Initiative zur Gesundheitsförderung.
Bild: BDA, DGB/Jana Stritzke

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben sich für eine Initiative zusammengetan: Sie wollen psychischen Erkrankungen vorbeugen und die Wiedereingliederung von psychisch erkrankten Beschäftigten verbessern.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung leistet dazu einen wichtigen Beitrag und soll gestärkt werden. Dies erklärten Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA, und DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin, an der auch die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles teilnahm. BDA und DGB wollen damit die im September 2013 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales verabschiedete Erklärung zur psychischen Gesundheit mit Leben füllen.

Wichtige Handlungsfelder der Gesundheitsförderungen definiert

BDA und DGB bekräftigen, dass sie unabhängig von unterschiedlichen Positionen in Einzelfragen in wichtigen Handlungsfeldern zusammenarbeiten wollen. Dazu gehören insbesondere:

  • die flächendeckende Umsetzung von Gefährdungsbeurteilungen in den Betrieben und Verwaltungen. Die Gefährdungsbeurteilungen sind im Arbeitsschutzgesetz vorgeschrieben und ein geeigneter Ansatzpunkt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
  • die Unterstützung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), in der die staatlichen Arbeitsschutzakteure mit den Sozialpartnern zusammenarbeiten. Die GDA und die staatlichen Akteure im Arbeitsschutz müssen aus Sicht der Sozialpartner darin gestärkt werden, ihren Aufgaben zum Beispiel im Bereich der Beratung, Information und Kontrolle nachkommen zu können.
  • die Verbesserung der Versorgung von psychisch erkrankten Beschäftigten. Lange Wartezeiten in Beratungsstellen oder bei Therapeuten sollen vermieden werden, denn sie erschweren die Wiedereingliederung. Die Sozialpartner wollen deshalb in der sozialen Selbstverwaltung gemeinsam aktiv werden, sehen aber auch die Kommunen und die Leistungserbringer – Ärzteschaft und Psychotherapeuten – in der Verantwortung.

Gewerkschaft fordert mehr Regulierung im Arbeitsschutz

Annelie Buntenbach, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB, erklärte: "Der Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung haben eine Schlüsselrolle für die Gestaltung der Arbeit der Zukunft. Es ist positiv, dass BDA und DGB darüber ein Grundverständnis hergestellt haben und wir die Umsetzung trotz unterschiedlicher Vorstellungen zum Regulierungsbedarf im Arbeitsschutz gemeinsam vorantreiben wollen."

Arbeitgeber sollen pragmatisch unterstützt werden

Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA, hielt BDA fest: "Psychische Erkrankungen müssen ernst genommen werden, denn die Betriebe haben ein ureigenes Interesse an gesunden Mitarbeitern. Die Betriebe brauchen praktisch handhabbare und wissenschaftlich fundierte Handlungshilfen, die ihnen dabei helfen, arbeitsbedingte psychische Belastungen zu erkennen und gegebenenfalls passgenaue Maßnahmen zu ergreifen."

Hinweis: Weiterführende Informationen zu Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung und Wiedereingliederung finden Sie im Haufe Personal Office.

Haufe Online Redaktion

Gesundheitsmanagement, Psychische Erkrankung, Arbeitsschutz

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