Zusammenwirken: Fünf Versicherer schließen sich zusammen, um auf dem bAV-Markt ein neues Rentenprodukt für die Sozialpartner anzubieten. Bild: mauritius images / STOCK4B-RF

Kaum hat das Betriebsrentenstärkungsgesetz den Bundestag passiert, kommt Bewegung in den Markt der betrieblichen Altersversorgung. Fünf Versicherer schließen sich zusammen, um den Tarifparteien – die nun auf tariflicher Grundlage reine Beitragszusagen einführen dürfen – ein neues Produkt anzubieten.

Am 1. Juni hat der Bundestag das Betriebsrentengesetz (BRSG) verabschiedet. Dadurch haben die Parlamentarier das sogenannte Sozialpartnermodell auf den Weg gebracht, wonach künftig auf Basis eines Tarifvertrags eine reine Beitragszusage eingeführt werden darf. Mindest- oder Garantieleistungen für Arbeitnehmer sind dabei verboten, im Gegenzug werden Arbeitgeber von der Haftung befreit.

Betriebsrentenstärkungsgesetz bringt Bewegung in bAV-Markt

Mit dem Bundestagsbeschluss haben nun auch fünf Versicherern angekündigt, unter dem Namen „Das Rentenwerk“ ein gemeinsames Angebot für diesen Bereich auf den Markt zu bringen. Die Lebensversicherer von Barmenia, Debeka, Gothaer, Huk-Coburg sowie Die Stuttgarter, wollen künftig eine flexible Betriebsrente anbieten, die Arbeitgeber und Gewerkschaften an ihre Bedürfnisse anpassen können. Noch ist der Zusammenschluss aber nicht in trockenen Tüchern: Das Bundeskartellamt muss dem Vorhaben noch zustimmen.

Sozialpartnermodell: Rentenwerk will neues Renten-Produkt anbieten

Bisher hätten wenige Unternehmen den Markt für Renten-Lösungen der Sozialpartner dominiert. "Durch die Reform entsteht mehr Bewegung – und das wird den Beschäftigten zugutekommen", sagt Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, dem größten der beteiligten Unternehmen. "Unsere angestrebte Zusammenarbeit bedeutet: Die Tarifparteien können auf ein neues, solides Produkt zählen."

Alle am geplanten Rentenwerk beteiligten Unternehmen oder deren Obergesellschaften sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und somit vor allem ihren Kunden verpflichtet – nicht externen Aktionären oder dem Votum des Kapitalmarkts. Dem Plan zufolge werden dem Konsortium konkret drei Versicherungsvereine sowie zwei Aktiengesellschaften angehören, die sich wiederum zu 100 Prozent im Eigentum von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit befinden.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Altersvorsorge (bAV), Betriebsrente

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