24.07.2012 | Ausbildung

Personaler geben Azubi-Bewerbern schlechte Noten

Die Schulbildung und die persönliche Qualifikation reichen bei vielen Azubis nicht aus.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Qualifikation von Ausbildungsbewerbern ist in den vergangenen fünf Jahren schlechter geworden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Bei über der Hälfte der Befragten hat sich demnach die Qualifikation der Bewerber verschlechtert.

Laut der Umfrage von IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche (Wiwo) hat sich sowohl die fachliche Qualifikation der Bewerber  (51,1 Prozent), als auch die persönliche ("Soft Skills", 49,1 Prozent) verschlechtert.

Jeweils etwa 35 Prozent der 803 Befragten geben an, dass die persönlichen und fachlichen Qualifikationen gleich geblieben seien. Gerade einmal knapp zehn Prozent sehen eine Verbesserung.

Im Durchschnitt bewerten die Unternehmen die Qualifikationen der Ausbildungsbewerber mit der Note "befriedigend". 22 Prozent beurteilen die fachliche Qualität der Bewerber dagegen als "gut". Allerdings bewertet jedes fünfte Unternehmen die fachlichen Qualifikationen seiner Ausbildungsbewerber mit "mangelhaft".

Nachhilfe für Azubis ist in jedem zweiten Unternehmen Standard

Die Unternehmen reagieren mit ergänzenden Maßnahmen, um die Qualifikationen der Azubis zu verbessern. Jedes zweite Unternehmen arbeitet direkt mit Schulen zusammen oder erteilt betriebsinterne Nachhilfekurse für die Azubis. 43,2 Prozent erweitern die Qualifikationen der Auszubildenden durch externe ausbildungsbegleitende Maßnahmen.

Die unzureichende Eignung der Schulabgänger führt laut der Online-Umfrage dazu, dass es Unternehmen immer schwerer fällt, Ausbildungsplätze zu besetzen. 44 Prozent geben an, dass die mangelnde Qualifikation der Schulabgänger einer der Hauptgründe sei, weshalb sie nicht selbst ausbilden würden.

Ein weiterer Grund dafür, dass Unternehmen keine Auszubildenden einstellen: 62 Prozent der der Teilnehmer sagen, dass sie lieber Mitarbeiter auf einem anderen Weg rekrutieren. Dies geben vor allem größere Unternehmen an. Weitere 40,1 Prozent der Unternehmen verzichten auf Auszubildende, weil sie keinen Bedarf an Fachkräften haben.

Schlagworte zum Thema:  Ausbildung, Auszubildende, Kompetenz

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