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Abbrecherquote in der Lehre steigt

In der kaufmännischen Ausbildung liegt die Abbrecherquote niedriger.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Fast jeder vierte Auszubildende bricht in Deutschland seine Lehre ab. Das berichtet die "Welt" mit Bezug auf Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für den Berufsbildungsbericht 2013. Danach gibt es zwar auch große Unterschieden zwischen den Ausbildungsberufen, doch die Zahl alarmiert.

Insgesamt 149.760 Ausbildungsverträge sind laut dem Bericht der "Welt" vorzeitig aufgelöst worden. Vor allem körperlich anstrengende Berufe werden nicht zum Abschluss gebracht: Jeder zweite Kellner und Umzugshelfer beende seine Lehre nicht. Dagegen liege die Quote der Abbrecher unter Verwaltungsfachangestellten, Elektronikern und Bankkaufleuten weit unter zehn Prozent.

Unter den Ländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die höchsten Abbrecherquoten. Jeder dritte Ausbildungsvertrag werde dort vorzeitig aufgelöst. Am unteren Ende der Rangskala lägen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von knapp 20 Prozent.

Hohe Kosten entstehen durch den Ausbildungsabbruch

Wie das BIBB schon im vergangenen Jahr berichtete, fallen für Betriebe im Gesamtdurchschnitt der vom BIBB untersuchten Berufe und Branchen bis zum Zeitpunkt der Vertragslösung Nettokosten in Höhe von 6.826 Euro an. Werden diese Nettokosten bis zur Vertragslösung auf alle Vertragslösungen hochgerechnet, summieren sie sich für alle betroffenen Betriebe auf insgesamt rund 580 Millionen Euro für das Jahr 2007.

Motivation in der Ausbildung erhalten

Um solche Verluste zu vermeiden und Auszubildende langfristig zu motivieren, empfiehlt Trainerin und Beraterin Sabine Bleumortier: "Aktives Mitarbeiten in den Arbeitsprozessen (keine ausbildungsfremden Tätigkeiten), den Sinn einer Aufgabe verstehen, herausfordernde Aufgaben, die Spaß machen und zu Erfolgserlebnissen führen. Natürlich auch ein gutes Betriebsklima und eine angemessene Vergütung." (Das gesamt Interview mit weiteren Tipps von Sabine Bleumortiere lesen Sie hier.)

dpa / Haufe Online Redaktion

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