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Auch bei Wachstum die Kosten im Griff behalten

Die Arbeitslosenzahlen sinken, Experten rechnen mit einer Wirtschaftsbelebung. Dennoch: Kurzarbeit und Entlassungen haben die Personalzusatzkosten in die Höhe getrieben, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) aktuell mitteilt. Trotz des Aufschwungs müssen Personaler daher die Kosten im Griff behalten. Wir haben konkrete Maßnahmen zusammengefasst.

Die positiven Signale zur wirtschaftlichen Lage fordern auch von Personalern, wieder in die Zukunft zu blicken und ihren Teil zum Aufschwung beizutragen. Im April erreichten die Zahlen des ifo-Geschäftsklimaindex den höchsten Stand seit der Deutschen Wiedervereinigung, auch wenn sie im Mai stagnierten. Der Frühjahrsprognose des IW zufolge wird das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2010 um 1,75 Prozent wachsen. Für 2011 erwartet das Institut sogar ein Plus von gut zwei Prozent. Die Vorhersage deckt sich mit der aktuellen IW-Konjunkturumfrage unter mehr als 2.000 Unternehmen in Deutschland. Danach gehen 47 Prozent der Firmen für 2010 von einer höheren Produktion aus als 2009 – nur 18 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

 

Wirtschaftskrise beeinflusst Arbeitskostenstruktur

Aber, das Institut teilt auch mit, dass die Wirtschaftskrise die Arbeitskostenstruktur in Deutschland beeinflusst hat. Durch Remanenzkosten bei Kurzarbeit und Folgekosten von Entlassungen und Insolvenzen haben sich die Personalzusatzkosten deutlich erhöht – obwohl die Sonderzahlungen gegenüber 2008 anteilsmäßig zurückgefahren wurden. Nicht nur ein Grund, sondern auch eine Herausforderung für Personaler, sich über die Kostenstruktur im Unternehmen Gedanken zu machen: Effektiv und intelligent den Aufwand reduzieren, um zurück zu profitablem Wachstum zu finden.

Besonders drei Positionen sind zur Kostensenkung wichtig:

- HR-Strukturkosten

- allgemeine Kosten

- HR-Prozesskosten

Die Prozesskosten sind wiederum in drei Bereiche – Personalbeschaffung, Personalbetreuung und Personalentwicklung – zu unterteilen.

 

Konkrete Maßnahmen

Gerade auf dem Gebiet der Personalbetreuung und Personalentwicklung gibt es einige Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Als Beispiel dient die Überwachung der Fehlzeiten. Experten meinen, dass in 40 Prozent der Fälle Unzufriedenheit oder mangelnde Motivation der Grund für den Arbeitsausfall sind. Aufgrund der hohen Kosten für Lohnfortzahlung oder notwendige Aushilfskräfte lohnt es sich, den Ursachen eines hohen Krankenstandes genau auf den Grund zu gehen. Ein weiteres Beispiel: Die Auswahl einer Maßnahme zur Personalentwicklung. Meist amortisiert sich die Mühe für den Vergleich der Anbieter, da teilweise die Bundesagentur für Arbeit die anfallenden Kosten übernimmt.

Das Seminar stellt nicht nur die klassischen arbeitsrechtlichen Maßnahmen wie Überstundenabbau und Zwangsurlaub dar. Es behandelt auch die betriebswirtschaftliche Ansätze. Referent: RA Dr. Peter Rambach

Termin: 10. Juni 2010, 16.30 Uhr

Zur Anmeldung

 

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