Das amerikanische Aspen Institut hat 20 außergewöhnliche Kurse an Business Schools prämiert, die künftige Manager inspirieren und darauf vorbereiten, wichtige aktuelle Probleme anzugehen.

Die diesjährigen Gewinner der 2017 Ideas Worth Teachimg Awards beschäftigen sich mit wichtigen sozialen Probleme wie Populismus, Wasserknappheit oder künstlicher Intelligenz und beleuchten, wie und warum diese Themen auch relevante Themen für Unternehmen sind.

Im unsicheren Umfeld erfolgreich navigieren

„Zu einer Zeit, in der Manager sich kritische Blicke auf ihre Rolle bei sozialen Fragestellungen gefallen lassen müssen, stellen die prämierten Professoren den Standard der Lehrinhalte an Business Schools auf den Prüfstand und bilden Leader aus, die auch in einem extrem unsicheren Umfeld erfolgreich navigieren können“, erklärte Claire Preisser, Associate Director des 1998 gegründeten „Aspen Business & Society Program“.

17 der 20 prämierten Kurse stammen von US-Schulen, je einer aus Kanada, Australien, Israel und Frankreich. David Bach von der Yale School of Management wurde für den Kurs „The End of Globalization?“ ausgezeichnet, Rebecca Henderson & George Serafeim von der Harvard Business School für den Kurs „Reimagining Capitalism: Business and Big Problems“ und James Freeland & Edward Freeman von der Darden School of Business an der University of Virginia für ihr „Economic Inequality Seminar“.

Europäische Programme unterbelichtet

Einzige Gewinnerin aus Europa ist Sandrine Stervinou von der französischen Audencia Business School mit ihrem Kurs "Alternative Economic Models".

Die US-Dominanz zeigt allerdings ein stark verzerrtes Bild. Denn unter den 135 nominierten Kursen sind nur acht aus Europa und elf aus dem Rest der Welt. 116 kommen aus den USA.

Gerade in Europa gehören gesellschaftlichen und sozialen Themen längst zum Standard vieler MBA-Studiengänge, während sie für die oft stark auf Profitmaximierung ausgerichteten Lerninhalte der US-Schulen eher ungewöhnlich sind.

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