21.11.2011 | HR-Management

Arbeitszeitverlängerung: Lufthansa steigt in den Trend ein

Wenn Unternehmen an den Personalkosten sparen wollen, kommt auch eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit in Frage. Dafür hat sich nun wohl auch die Lufthansa entschieden. Allerdings sind bei solchen Vereinbarungen einige rechtliche Bedingungen zu beachten.

Lufthansa wolle seine Kosten weiter senken, dazu müsse auch beim Personal gespart werden, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Vorstandschef Christoph Franz. "Richtig ist, dass wir langfristig nicht mehr tragbare Lohnzusatzkosten und Altersversorgungskosten abbauen müssen, wenn wir im europäischen Mittelstreckengeschäft wettbewerbsfähig werden wollen“, sagte Franz dem Magazin.

Der Lufthansachef betonte: "Auf Dauer sind 38,5 Arbeitsstunden pro Woche einfach zu wenig. Das letzte, was Mitarbeiter wollen, ist, dass wir ihnen quasi die Salamischeibe vom Lohnzettel nehmen. Aber ohne Lohnkürzungen müssen wir an andere Dinge heran".

 

Die Schranken im Arbeitsrecht beachten

Wer eine solche Arbeitszeitverlängerung im Unternehmen einführen möchte, sollte allerdings drei rechtliche Schranken beachten.

Schranke 1: Das Arbeitszeitgesetz
Vor allem einvernehmliche Verienbarungen über projektbedingte Mehrarbeit kann am Arbeitszeitgesetz scheitern.

Schranke 2: Das Tarifrecht
Selbst wenn ein Arbeitnehmer einen Änderungsvertrag wohlüberlegt unterschrieben hat, kann er dies ignorieren, sofern er sich erfolgreich auf einen Tarivertrag berufen kann.

Schranke 3: Die Mitbestimmung
Der Betriebsrat kann unter bestimmten Umständen einer Änderung der Arbeitszeit im Wege stehen.

Den gesamten Überblick zu den Spielräumen in den Arbeitszeitmodellen finden Sie im Personalmagazin, Ausgabe 10/2011.

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