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| Arbeitszeit

Wochenstunden reduzieren? - Arbeitnehmer sind sich uneinig

Teilzeitbeschäftigte wünschen sich mehr Wochenstunden, Vollzeitbeschäftigte weniger.
Bild: Haufe Online Redaktion

Kanzlerin Angela Merkel hat den Vorschlag der Familienministerin Manuela Schwesig zu einer 32-Stunden-Woche für Eltern im Keim erstickt. Nun versucht es die IG Metall mit einer 30-Stunden-Woche für Familien. Doch was wünschen sich die Arbeitnehmer? Eine Studie gibt Aufschluss.

Eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass die Wünsche von Beschäftigten, ihre Arbeitszeit zu verkürzen oder zu verlängern, recht unterschiedlich ausfallen. Während fast die Hälfte der Befragten ihre Arbeitszeit gar nicht oder in nur geringem Umfang verändern will, dominieren bei den Minijobbern dagegen klar die Verlängerungswünsche: 57 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen würden gerne länger arbeiten, nur ein gutes Drittel will die Arbeitszeit so lassen, wie sie ist.

Teilzeitbeschäftigte wollen mehr, Vollzeitbeschäftige weniger arbeiten

Unterschiede gibt es auch bei den Vollzeit und regulär Teilzeitbeschäftigten: Vollzeitbeschäftigte Männer wünschen sich im Durchschnitt eine Verkürzung ihrer vereinbarten Wochenarbeitszeit um 0,4 Stunden – von 39,6 auf 39,2 Stunden. Vollzeitbeschäftige Frauen würden dagegen im Schnitt gerne gut zwei Stunden wöchentlich weniger arbeiten und auf diese Weise ihre vereinbarte Arbeitszeit von 38,4 auf 36,3 Stunden reduzieren. Regulär teilzeitbeschäftigte Männer würden ihre Arbeitszeit im Durchschnitt gerne um fast fünf Stunden von 24,5 auf 29,4 Stunden erhöhen, Frauen nur um gut 2,5 Stunden von 22,9 auf 25,6 Stunden.

Die IAB-Analyse beruht auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und damit auf den Angaben von rund 10.000 Beschäftigten. Die Daten zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten sind im Internet unter http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/arbeitszeitwuensche.pdf abrufbar.

Haufe Online Redaktion

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