26.07.2013 | Arbeitsplatz

Wenig Liebe in deutschen Büros

Affären zwischen Chef und Sekretärin sind der Studie zufolge selten.
Bild: PhotoAlto

Vor kurzem hat eine Studie aus den USA gezeigt, dass dort bereits jeder Zweite eine Affäre am Arbeitsplatz hatte. Eine Umfrage aus Deutschland gibt nun Aufschluss darüber, wie die Bereitschaft dafür hierzulande verbreitet ist - und welche Kollegen dafür am beliebtesten sind.

Die Ergebnisse legen nahe, dass deutsche Arbeitnehmer im Bereich Büroliebe wesentlich weniger Erfahrung aufweisen können als ihre US-amerikanischen Kollegen: Nur 14 Prozent der Berufstätigen hatten demnach schon eine Affäre im Büro. Immerhin 22 Prozent stehen einer Liaison mit Kollegen offen gegenüber. Das sind die Erkenntnisse einer Umfrage von Xing, für die Forsa Anfang des Jahres 1.001 Erwerbstätige befragt hat.

Im Generationenvergleich zeigt sich, dass die jüngeren Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 bis 29 häufiger Liebesabenteuer am Arbeitsplatz wagen: Jeder Fünfte von ihnen hat bereits Erfahrungen mit einer Affäre unter Kollegen, und 30 Prozent in dieser Altersgruppe ist einer solchen Beziehung gegenüber aufgeschlossen.

HR unter den Top Fünf der attraktivsten Kollegen

Die Studienautoren wollten auch wissen, in welchen Unternehmensbereichen die Befragten die attraktivsten Partner für eine Affäre am Arbeitsplatz verorten. Demnach ist die beliebteste Zielgruppe die Produktion, gefolgt vom Vertrieb, dem Personalwesen, der Buchhaltung und Marketing/ PR.

Das gängige Klischee von der Affäre zwischen den Hierarchiestufen wie beim Klassiker Chef/ Sekretärin konnte die Umfrage nicht bestätigen: Dreiviertel der Befragten, die bereits Erfahrung mit der Büroliebe haben, geben an, dass sich ihr Liebesabenteuer auf der gleichen Hierarchie-Ebene abgespielt habe. Nur wenige können sich vorstellen, mit dem eigenen Mitarbeiter (zehn Prozent), einem Praktikanten (sechs Prozent) oder gar dem Chef (vier Prozent) eine private Beziehung am Arbeitsplatz anzufangen. Die deutliche Mehrheit (94 Prozent) würde auch keine Affäre mit ihrem Chef eingehen, um damit ihre Karrierechancen zu verbessern. Nur eine kleine Minderheit von fünf Prozent hält dies für ein probates Mittel, die Karriereleiter nach oben zu klettern.

Deutsche Arbeitnehmer können sich gegen USA nicht behaupten

Zumindest das gängige Vorurteil, dass Weihnachtsfeiern und Sommerfeste die Kollegen näher zusammenbringen, wurde von einem Viertel der Befragten bestätigt: Sie nannten diese saisonalen Anlässe als Ausgangspunkt ihrer Affäre. Zehn Prozent nutzten die Mittagspause, um ihr erotisches Abenteuer zu starten, und bei genauso vielen funkte es an einem langen Abend im Büro.

Nun interessierte die Studienautoren natürlich auch, bei wie viel Prozent der Befragten das Büro als Schauplatz des Liebesspiels diente. Das Ergebnis: Acht Prozent haben auch damit Erfahrung. Aber auch in diesem Punkt können sich die deutschen Arbeitnehmer im internationalen Vergleich nicht behaupten: Beim US-Pendant der Umfrage gaben 47 Prozent der befragten Amerikaner an, schon einmal Sex im Büro gehabt zu haben.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsplatz, Umfragen, Büro

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