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| Digitalisierung

Arbeitsministerin wirbt für ein neues Verständnis von Führung

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen
Bild: BMAS

Teams, die über eine "Cloud" zusammenarbeiten, sind längst keine Seltenheit mehr. Führungskräfte stehen vor der Herausforderung solche virtuellen Teams zu leiten. Das hat auch die Bundesarbeitsministerin erkannt und fordert einen neuen Führungsstil ein.

"Die Arbeit wandert aus den Büros in die digitale Cloud", sagte von der Leyen auf der Konferenz Konferenz zur Zukunft der Arbeit in Berlin. Arbeit werde zunehmend nicht mehr im Unternehmen an fest angestellte Mitarbeiter verteilt, sondern projektbezogen weltweit angeboten, manchmal nur für Stunden, manchmal für einige Jahre. "Man wird eingebaut in ein Team, das sich zufällig und weltweit zusammensetzt."

Flexible Arbeit ist keine reine Kostenmaßnahme

Unternehmen, die in solchen flexiblen Arbeitsmodellen nur eine Einsparung von Kosten sähen, würden schnell zu den Verlierern der digitalen Arbeitswelt gehören, sagte die Politikerin auf der Konferenz der Wochenzeitung "Die Zeit". Gewinnen würden diejenigen, die das Grundprinzip des Internets, die Partizipation, in der Organisation der digitalen Arbeitswelt erfahrbar machen könnten.

Burnout darf nicht auf eine Modeerscheinung reduziert werden

Mobile Geräte mit ständigem Anschluss beschleunigten die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit, sagte von der Leyen und warnte vor negativen Folgen: "Burnout ist kein Fachbegriff, er ist ein sehr plastischer Begriff, der genau beschreibt, was da passiert." Dies dürfe nicht als Modeerscheinung abgetan werden. Jährlich gingen 53 Millionen Krankheitstage in Deutschland auf psychische Erkrankungen zurück. Dies bedeute einen volkswirtschaftlichen Schaden von acht Milliarden Euro. "Das ist ein handfester Faktor, das ist keine Befindlichkeitsstörung."

Ein virtuelles "Wir-Gefühl" herstellen

Die Arbeitsministerin rief deswegen die Teilnehmer der Konferenz dazu auf, "ein völlig neues Verständnis von Führung" zu entwickeln und "Werte, die uns stark gemacht haben, zu übersetzen in die digitale Welt". Dazu gehöre auch ein virtuelles Wir-Gefühl, denn "es gibt in der Cloud keine Kaffeeküche".

Haufe Online Redaktion

Führung, Cloud, Burn-out-Syndrom

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