20.09.2013 | Arbeitsmarktbarometer

Einstellungsbereitschaft sinkt leicht

Die Jobaussichten verschlechtern sich etwas.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Für das vierte Quartal 2013 rechnen die deutschen Unternehmen mit einem Rückgang an Neueinstellungen, zeigt das Manpower-Arbeitsmarktbarometer. Der Westen Deutschlands ist dabei etwas optimistischer als der Osten.

Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick fällt von +4 auf +2 Prozent. Arbeitgeber im Westen der Bundesrepublik zeigen sich optimistischer als im vorangegangenen Quartal, Dagegen sinkt die Beschäftigungsbereitschaft im Norden und Osten, wo es zuletzt einen Aufschwung gegeben hatte.

Für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 rechnen acht Prozent der Arbeitgeber in Deutschland mit Neueinstellungen. Dieser Anteil sinkt im Vergleich zum Vorquartal um einen Prozentpunkt. Gleichzeitig nimmt der Anteil derer, die Entlassungen planen, von vier auf fünf Prozent zu. 85 Prozent der Unternehmen rechnen im vierten Quartal mit keinen personellen Veränderungen. Saisonal bereinigt ergibt sich ein Netto-Beschäftigungsausblick von plus zwei Prozent - der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2012.

Bessere Jobchancen im Westen der Bundesrepublik

Waren die Beschäftigungsaussichten im Westen Deutschlands im Vorquartal noch düster, haben sie sich nun deutlich verbessert: Das Arbeitsmarktbarometer steigt dort von minus eins auf plus fünf Prozent. Dies schließt auch das Ruhrgebiet mit ein, das in den ersten drei Quartalen 2013 stets einen Negativtrend zu verzeichnen hatte.

In Ostdeutschland verschlechtern sich die Jobaussichten dagegen deutlich. Das Arbeitsmarktbarometer fällt dort von plus elf auf minus ein Prozent. Die Ausnahme bildet Berlin, wo der Wert lediglich um einen Prozentpunkt auf +4 sinkt. Der Norden verliert sechs Prozentpunkte und liegt aktuell bei plus vier Prozent. Für Süddeutschland inklusive München zeigt das Arbeitsmarktbarometer stabile Werte: In der Region sinkt die Einstellungsbereitschaft um nur einen Prozentpunkt auf plus zwei.

Jobaussichten in Griechenland erneut verbessert - Italien mit Rekordtief 

Innerhalb der Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika fällt vor allem die Entwicklung der Beschäftigungsaussichten in den europäischen Krisenländern auf. So zeigt das Manpower Arbeitsmarktbarometer für Griechenland den stabilsten Aufwärtstrend: Der saisonal bereinigte Saldo klettert erneut um zwei Prozentpunkte auf minus ein Prozent. Spanien und Italien dagegen können den Aufwärtstrend des Vorquartals nicht fortsetzen, in Italien ist das Ergebnis mit minus 13 Prozent sogar so schlecht wie noch nie seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2003.

Detailergebnisse des Manpower-Arbeitsmarktbarometers online abrufbar

Für die weltweite Studie zur Prognose der Arbeitsmarktentwicklung im jeweils kommenden Quartal werden über 65.000 Unternehmen in 42 Ländern befragt. In Deutschland nehmen rund 1.000 Unternehmen am Manpower-Arbeitsmarktbarometer teil, die einen Branchenquerschnitt der deutschen Wirtschaft abbilden.
Detaillierte Ergebnisse des Manpower Arbeitsmarktbarometers für alle teilnehmenden Länder inklusive einer Infografik sind abrufbar unter http://www.manpower.de/ueber-manpower/arbeitsmarktbarometer/.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsmarkt, Statistik

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