30.08.2013 | Arbeitsmarkt

Arbeitsagentur stoppt ihren Stellenabbau vorerst

Die BA verschiebt ihre Abbaupläne um zwei Jahre.
Bild: Bundesagentur für Arbeit / www.arbeitsagentur.de

Insgesamt wollte die Bundesagentur für Arbeit 3.000 Stellen bis zum Jahr 2015 streichen. Nachdem sie harte Kritik dafür erhalten hat, dass sie gerade Langzeitarbeitslose schlecht vermittle und einfachere Fälle für die Statistik bevorzuge, wird der Plan nun geändert.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will in den kommenden Jahren weniger Stellen streichen als vorgesehen. Der Stellenabbau werde um zwei Jahre verschoben, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Einsparung weiterer 1.500 Stellen sei zudem auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Darauf hätten sich der Vorstand der Behörde und der Hauptpersonalrat geeinigt. Das Blatt beruft sich dabei auf den Vorsitzenden des BA-Hauptpersonalrats, Eberhard Einsiedler. Eine Sprecherin der Bundesagentur bestätigte auf DPA-Anfrage die Pläne.

"Mit dem weiter verfügbaren Personal sollen insbesondere die Geschäftseinheiten gestärkt werden, die operativ kritisch und von der Arbeitslosigkeit am stärksten belastet sind", zitiert die FAZ den Mitarbeitervertreter. Dabei handele es sich vor allem um Telefonberater und Sachbearbeiter von Leistungsanträgen. Um die schon heute angespannte Situation in den Eingangszonen der 156 Arbeitsagenturen zu verbessern, würden zudem noch im laufenden Jahr 300 Stellen für Berater geschaffen, heißt es weiter. Die Bundesagentur rechne bis zum Jahr 2015 mit einem geringeren Rückgang der Arbeitslosenzahlen als bislang angenommen.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsmarkt, Arbeitslose, Bundesagentur für Arbeit

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