02.05.2011 | HR-Management

Arbeitgeberattraktivität: Geld zählt viel - außer bei Jüngeren

Ein Unternehmen ist für deutsche Arbeitnehmer wesentlich attraktiver, wenn die Bezahlung stimmt. Das fand das Zeitarbeitsunternehmen Orizon in einer repräsentativen Umfrage heraus. Der "Heidelberger Leben Trendmonitor 2011" zeigt aber auch, dass dies speziell für Nachwuchskräfte seltener entscheidend ist.

Das Gehalt ist laut der Orizon-Umfrage sogar das entscheidende Kriterium bei der Arbeitgebewerwahl. 97,6 Prozent der Befragten eine leistungsgerechte Bezahlung als Kriterium für einen attraktiven Arbeitgeber. An zweiter Stelle kommt eine abwechslungsreiche Tätigkeit (91,4). Dahinter folgen Weiterbildungsangebote vom Arbeitgeber (85,9). Weniger wichtig ist den Befragten eine Kantine (45,5) oder ein Kindergarten im Betrieb (42,3). Für die Studie wurden 2.078 Arbeitnehmer befragt.

Im "Heidelberger Leben Trendmonitor" wurden dagegen, wie bereits berichtet, ausschließlich Leute zwischen 16 und 35 Jahren befragten. Hier stellte sich heraus: Wenn junge Menschen arbeiten, möchten sie lieber viel lernen und im Team arbeiten statt viel verdienen. Materieller Wohlstand ist für sie nicht so entscheidend.

 

Zeitarbeitsunternehmen weiterhin mit Image-Problem

In der Orizon-Umfrage konnte noch ein weiteres interessantes Ergebnis erfasst werden: Danach befragt, welche der angegebenen Leistungen die Arbeitnehmer von einem Personaldienstleister erwarten, folgt die Einschätzung dem schlechten Image, das der Zeitarbeit nach wie vor anhaftet: Durchschnittlich nur zwölf Prozent rechnen damit, dass Personaldienstleister Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder Weihnachtsgratifikationen anbieten. Lediglich 4,3 Prozent trauen der Branche eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu.

Diese Leistungen seien aber bei Orizon und vielen anderen großen Zeitarbeitsunternehmen selbstverständlich, erklärte Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer der Orizon GmbH.

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