Laut einer Studie des Graduate Management Admission Councils (GMAC) zu MBA-Bewerbern bleibt die Zahl der MBA-Bewerber zwar ungefähr stabil, aber es gibt erhebliche regionale Unterschiede. Am Application Trends Survey Report 2018 nahmen 363 Business Schools mit 1.087 Graduate-Programmen (Master und MBA) teil.

Asien, Kanada und Europa gewinnen, die USA verlieren. Das zeigt eine Studie des Graduate Management Admission Councils (GMAC) zu MBA-Bewerbern. Insgesamt bleibe die Zahl der MBA-Bewerber zwar ungefähr stabil, aber es gebe erhebliche regionale Unterschiede, heißt es in dem Application Trends Survey Report 2018, an dem 363 Business Schools mit 1.087 Graduate-Programmen (Master und MBA) teilnahmen.

Rückgang in den USA vor allem bei internationalen Bewerbern

So verzeichnen 70 Prozent der zweijährigen Vollzeit-MBAs in den USA einen Rückgang der Bewerberzahlen. Bei den einjährigen Vollzeit-MBAs sind es 53 Prozent. Besonders stark ist dabei der Rückgang bei den internationalen Bewerbern: 71 Prozent beim zweijährigen MBA und 49 Prozent beim einjährigen MBA-Programm. Grund ist vor allem die ausländerfeindliche Politik von Donald Trump und die Anti-Einwanderungspolitik der USA.

Der Rückgang wäre noch größer, wenn die Zahlen der einheimischen Bewerber nicht gestiegen wären. So hat ihr Anteil innerhalb eines Jahres von 55 auf 63 Prozent zugenommen. Das bedeutet aber auch, dass die US-Programme, die schon bisher in punkto Internationalität deutlich hinter den europäischen Programmen lagen, noch weiter zurückgefallen sind. In Europa liegt der Anteil der internationalen Bewerber bei 91 Prozent.

Auch beim Executive MBA geben 50 Prozent der amerikanischen Programme sinkende Bewerberzahlen an. Auch hier ist der Rückgang bei den internationalen Bewerbern mit 42 Prozent am größten. Dagegen melden 75 Prozent der zweijährigen Vollzeit-MBAs in Asien/Pazifik mehr Bewerber.

Bewerberzahlen in Europa gemischt

In Europa ist das Bild gemischt. 45 Prozent der einjährigen MBAs haben einen Zuwachs, 42 Prozent einen Rückgang bei den Bewerbern. 2017 verzeichneten noch 76 Prozent einen Zuwachs. Leicht im Aufwind ist dagegen der Executive MBA: Hier haben 48 Prozent steigende Bewerberzahlen, bei 43 Prozent sind sie gesunken.

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