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Erste Antwort auf den Fachkräftemangel: Strategische Personalplanung

Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen schon gegenwärtig – weitere werden ihn künftig spüren. Die Boston Consulting Group (BCG) hat zusammen mit dem Weltwirtschaftsforum basierend auf einer internationalen Datenanalyse sieben Antworten auf den Fachkräftemangel formuliert. Die erste: Strategische Personalplanung ist ein Muss.

Eine langfristige, transparente Personalplanung ist essenziell für Entscheidungsträger in Unternehmen als auch in der Politik. Die strategische Personalplanung erlaubt es über einen Horizont von 5 bis 10 Jahren quantitativ einschätzen zu können, ob und in welchen Berufsgruppen sich in den kommenden Jahren Kapazitätsrisken einstellen werden. Hoch relevant ist dabei sowohl den Personalbestand als auch den Personalbedarf nach Jobfamilien in Abhängigkeit mit der Unternehmensstrategie in der Planung zu berücksichtigen, um frühzeitig passende Maßnahmen zu initiieren.

Wie eine gute strategische Personalplanung aufgebaut sein sollte, lesen Sie in unserem Top-Thema "Strategische Personalplanung".

Laut einer BCG-Studie fließt allerdings bisher nur bei neun Prozent der befragten Unternehmen die Bedarfsseite in die strategische Planung ein. Und gerade einmal sechs Prozent haben begonnen, aus Bestands- und Bedarfsanaylsen gezielte Personalstrategien in jenen Funktionen abzuleiten, die künftig am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen sind.

 

Praxisbeispiele: Konzerne gehen voraus

Die Deutsche Telekom begann mit der Einführung einer  strategischen Personalplanung im Jahr 2008. Als Grundlage entwickelte das Unternehmen zunächst ein auf Skill-Clustern basierendes Jobfamilienkonzept und identifizierte anschließend in der Zukunft erfolgsrelevante Mitarbeiterfähigkeiten. Indem die Telekom die Personalbestands und – bedarfsentwicklung in den Jobfamilien simulierte, konnte das Unternehmen zukünftige Kapazitätslücken und Personalüberhänge identifizieren. Darauf basierend entwickelte die Telekom passgenaue Strategien zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter sowie neue interne Karrierewege.

 

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