AMBA-Report: Steigende Zahl an MBA-Bewerbern

Die Zahl der Bewerber für ein MBA-Programm an einer internationalen, von der AMBA akkreditierten Business School nahm im  im Schnitt um zehn Prozent zu. Das geht aus dem aktuellen Report der "Association of MBAs" (AMBA) hervor.

Der neue "Application and Enrolment Report 2019" der "Association of MBAs" (AMBA) enthält die Daten von weltweit 236 Business Schools. Demnach ist an internationalen, von der AMBA akkreditierten Business Schools die Nachfrage nach MBA-Programmen von 2017 auf 2018 im Schnitt um zehn Prozent pro Schule gestiegen.

Erfasst wurden die Daten von Bewerbungen und Einschreibungen in den Studiengängen zum Master of Business Administration (MBA), Master in Business Management (MBM) und Doctor in Business Administration oder anderen akkreditierten Wirtschaftsstudiengängen. 232 Schulen lieferten dabei Daten zu ihren MBA-Programmen. Darunter befindet sich nur eine Schule in den USA, an der die Zahl der MBA-Bewerbungen seit einiger Zeit teils drastisch sinkt.

Deutlich mehr MBA-Absolventen an AMBA-akkreditierten Programmen

Nach dem AMBA-Report ist die durchschnittliche Zahl der Bewerbungen pro Schule von 506 auf 550 gestiegen, die durchschnittliche Bewerberzahl pro Programm von 133 auf 144. Die meisten Schulen bieten mehrere Studiengänge an. Die größten Zuwächse gibt es in China (inklusive Hongkong). Dort stiegen die durchschnittlichen Bewerberzahlen pro Schule um 29 Prozent auf 1.367 und die Bewerbungen pro Programm um 16 Prozent auf 398.

2018 gab es insgesamt 36.537 MBA-Absolventen an den AMBA-akkreditierten Programmen, 2017 waren es noch 35.002 Absolventen. Im Schnitt entspricht das 157 Graduierungen pro Schule und 42 pro Programm.

MBA: Teilzeit-Programme auf dem Vormarsch

Bei den Programmformaten lagen die Part-time-Studiengänge 2018 bei 62 Prozent an der Spitze, gefolgt von den Vollzeit-Programmen mit 22 Prozent und den modularen Programmen mit 16 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Part-time-Programme dabei um fünf Prozentpunkte gestiegen, der von modularen Programmen dagegen um fünf Prozentpunkte gesunken. Bei 84 Prozent der Studiengänge fand das Lernen im Klassenzimmer statt. Bei zwölf Prozent gab es Blended Learning, also eine Kombination von Präsenz- und Online-Unterricht. Reine Online-Programme lagen bei vier Prozent.

Der Anteil der internationalen Bewerber hat sich nicht verändert und liegt bei 33 Prozent, bei den eingeschriebenen Studenten sind es nur 26 Prozent. Dabei gibt es enorme Unterschiede. Während in Großbritannien 80 Prozent der Bewerbungen aus dem Ausland kommen, ist es in Indien nur ein Prozent. Europa liegt mit 57 Prozent auf Platz drei nach Großbritannien und Nordamerika. Der Anteil der Bewerberinnen bei MBA-Programmen stieg gesamthaft um einen Prozentpunkt auf 39 Prozent.

Akkreditierungsrichtlinien der AMBA

Die AMBA gehört neben der AACSB und EQUIS zu den drei wichtigsten internationalen Akkreditierungsagenturen für MBA-Programme. Im Gegensatz zu AACSB und EQUIS, die stets die gesamte Business School begutachten, nimmt die AMBA das Portfolio der MBA-Programme einer Schule unter die Lupe. Erfüllt ein Programm die Kriterien nicht, wird die Schule nicht akkreditiert.


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