Immer mehr MBA-Studenten wollen ihr Studium in ein statt zwei Jahren absolvieren. Bild: Veer Inc.

In der aktuellen Ausgabe des Reports "Tomorrow’s MBA" gibt es eine Premiere: Erstmals ist das einjährige MBA-Studium bei den Interessenten beliebter als das traditionelle zweijährige MBA-Studium. Während 27 Prozent die kürzere Version bevorzugten, stimmten 25 Prozent für das zweijährige Studium.

Karrieren änderten sich heute so schnell, dass die MBA-Interessenten neue Fähigkeiten erwerben und schnell eine Rendite sehen wollen, sagt Andrew Crisp, Autor der Studie.

Für die Befragten aus Deutschland gilt das offenbar nicht. Hier stimmten 33 Prozent für ein zweijähriges Studium und nur 24 Prozent für ein einjähriges Studium. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass viele Deutsche ihren MBA in den USA machen wollen, wo das zweijährige Studium noch immer dominiert.

MBA-Studium: Berufliche Perspektive ist entscheidend

Die Studie fragte auch die Motive für ein MBA-Studium ab. Die vier wichtigsten Gründe waren eine bessere Beschäftigungsfähigkeit (32 Prozent), ein besseres Einkommen (28 Prozent), eine internationale Karriere (26 Prozent) und die persönliche Entwicklung (25 Prozent).

Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten will ein eigenes Unternehmen gründen. Im Vorjahr waren es erst 20 Prozent. Entrepreneurship ist mit elf Prozent auch eine der drei beliebtesten Spezialisierungen nach IT (14 Prozent) und Finance (zwölf Prozent).

Auch als Studieninhalt hat Entrepreneurship an Beliebtheit gewonnen und ist vom fünften auf den dritten Platz gestiegen nach Strategie und Leadership. Am wichtigsten ist jedoch das Fach Technologiemanagement.

Finanzierung des MBA-Studiums: Jeder Zweite setzt auf ein Stipendium

Bei der Finanzierung des Studiums setzen die Interessenten auf Unterstützung. 51 Prozent würden nur ein MBA-Studium beginnen, wenn sie ein Stipendium bekommen. 54 Prozent setzen einen Kredit voraus, um wenigstens einen Teil der Kosten abzudecken und 42 Prozent machen ihre Entscheidung davon abhängig, dass ihr Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernimmt.

Bei der Frage, welche Faktoren sie dazu bringen würden, mehr für ihr Studium zu bezahlen, waren die vier wichtigsten Gründe erstklassige und hochkarätige Dozenten (46 Prozent), eine Schule, die Top-Arbeitgeber anzieht (38 Prozent), ein besserer Karriereservice (38 Prozent) und eine bessere Ranking-Platzierung (36 Prozent). Die geringste Rolle spielten ein starkes Alumni-Netzwerk (18 Prozent) und ein häufigerer Kontakt mit den Professoren (14 Prozent).

Über "Tomorrow's MBA"

Der Report "Tomorrow’s MBA" wird von dem britischen Beratungsunternehmen Carrington Crisp in Kooperation mit der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel herausgegeben.

Für die aktuelle Ausgabe wurden 1.463 Studenten aus 75 Ländern befragt. 44 Prozent haben keine oder weniger als zwei Jahre Berufserfahrung.

Der komplette Report steht zum kostenpflichtigen Download bereit.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Weiterbildung, Personalentwicklung, Führungskräfteentwicklung

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