17.11.2016 | Top-Thema Agilität

Fazit: Agilität - Mythos oder Realität?

Kapitel
Die agile Organisation: Hype oder Notwendigkeit?
Bild: pixabay

Agilität ist zweifellos "in Mode". Aber was ist wirklich dran? Ist die agile Organisation nur ein Hype oder eine Notwendigkeit, um im digitalen Wandel zu bestehen? Ein Fazit von Andre Häusling und Stephan Fischer.

Die benötigte Agilität einer Organisation ist abhängig davon, ob und wenn ja welchen Wandlungsbedarf diese Organisation aufgrund der Veränderungen in ihrer Umwelt sowie der internen Anforderungen tatsächlich hat. Entsprechend braucht es auch eine gute Beobachtung und Antizipation der eigenen Umwelt, um zu sehen, ob und inwieweit es einer gezielten Förderung der eigenen Agilität bedarf. Es ist ebenso ein klarer Blick nach innen notwendig, um Anpassungsbedarf zu verstehen.

Nur der individuell richtige Reifegrad an Agilität führt zum Erfolg

Im Umkehrschluss kann es nämlich sein, dass besonders agile Unternehmen nicht den bestmöglichen Erfolg aufweisen, da sie sich in einer Umwelt des langsameren Wandels befinden. Es scheint also die Formel zu gelten: Der richtige Reifegrad an Agilität für den tatsächlich erforderlichen Wandel in der Umwelt ist entscheidend.

Nicht einfach dem Hype hinterherlaufen

Die Förderung von Agilität beinhaltet also immer eine gezielte Reflexion der internen und externen Agilitätsbedarfe. Ohne diese Agilitätsbedarfe entsteht das Risiko, dass Agilität zum schlichten Trend mutiert, dem für eine kurze Zeit viele Unternehmen hinterherlaufen, ohne das Thema in seiner Bedeutung jedoch tatsächlich zu verstehen und in der Praxis umzusetzen. Dann bleibt Agilität ein Mythos, also eine kollektive (und irrationale) Vorstellung von Organisationen, die etwas erklärt und verspricht, der man aber kaum Glauben schenkt. Richtig angewendet hat Agilität aber das Zeug zu echter Durchschlagskraft.

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