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Die Vision vom agilen Unternehmen: Wird sie 2017 Wirklichkeit? Bild: pixabay

Agiles Management war eines der wichtigsten Trendthemen im vergangenen Jahr. Auch 2017 wird das Thema Agilität die HR-Welt beschäftigen. Viele Voraussetzungen für Agilität werden in Deutschlands Unternehmen bereits erfüllt, aber es gibt auch noch Nachholbedarf.

Durch den technologischen Fortschritt und kürzere Produktlebenszyklen sind Unternehmen dazu aufgefordert, sich schnell an vorherrschende Situationen anzupassen. Agilität als höchste Form der Anpassungsfähigkeit lautet das Gebot der Stunde. Agile Managementsysteme können hier unterstützen.

Viele Voraussetzungen für Agilität erfüllt

Viele Voraussetzungen für Agilität im Unternehmen werden in Deutschlands Firmen bereits erfüllt, wie verschiedene Studien bereits gezeigt haben (zum Beispiel die Haufe-Studie Wie agil sind deutsche Unternehmen?). Aber in manchen Bereichen gibt es auch noch Nachholbedarf, wie eine aktuellen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die im November 2016 insgesamt 966 Voll- oder Teilzeiterwerbstätige repräsentativ befragt wurden, einmal mehr unterstreicht.

Mitarbeiterorientierung: noch ausbaufähig

So sagt nur etwa jeder vierte Befragte (28 Prozent), dass bei Veränderungen im Unternehmen das Expertenwissen von Mitarbeitern mehr zählt als die Meinung der Chefs. „Diese Haltung, den Mitarbeitern Freiraum und Mitspracherechte zu geben, wird also selten auf die unternehmensinternen Veränderungen übertragen, ist aber für agiles Management essenziell“, sagt Daniel Hahmann, Team Manager Organisational Consulting bei YouGov.

Kundenorientierung: top

Mehr Freiraum hingegen haben die Mitarbeiter im operativen Alltag beim kundenorientierten Handeln: Sieben von zehn Erwerbstätigen in Deutschland (70 Prozent) geben an, ihre Arbeit so machen zu können, dass für den Kunden das beste Resultat dabei herauskommt. „Diese Voraussetzung für ein agiles Unternehmen ist also erfüllt, auch wenn die Zustimmungsraten hier noch höher sein könnten“, sagt Hahmann. Wenn es jedoch um eine Verbesserung der Ergebnisse geht, so ist das Streben nach „Exzellenz“ zwar weit verbreitet, aber bei einer Vielzahl von Unternehmen noch nicht angekommen: 58 Prozent der Befragten sagen, dass in ihrem Unternehmen gilt: „Wenn etwas besser geht, machen wir es besser.“

Führungskräfte müssen Freiraum zu agilem Handeln ermöglichen

„Insgesamt sind in Deutschlands Unternehmen gute Bedingungen für agiles Handeln vorhanden, wenn man die Mitarbeiter denn ließe und die Strukturen dementsprechend ausrichten würde“, sagt Hahmann. „Es ist demnach erforderlich, dass Vorgesetzte ihren Mitarbeitern Freiraum zum agilen Handeln ermöglichen."

Agile Transformation weiter vorantreiben

Unternehmen und Personalabteilungen sollten 2017 also das Thema Agilität weiter verfolgen und die agile Transformation vorantreiben. Wie der Wandel zur agilen Führung gelingen kann, erläutert beispielsweise Boris Gloger, Experte für das Management-Framework Scrum, im Buch Digital Leadership.  Professor Dr. Stephan Fischer (Hochschule Pforzheim) und André Häusling (HR Pioneers) zeigen in ihrem Beitrag Agil werden in sechs Schritten die wichtigsten Dimensionen der Transformation hin zur agilen Organisation.

Mehr zum Thema Agilität finden Sie auf unserer Themenseite.

Schlagworte zum Thema:  Agilität, Human Resources (HR), HR-Management

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