Advertorial: Trends 2023

Die Folgen der Inflation werden das HR-Management im nächsten Jahr entscheidend prägen. Welche Trends und Entwicklungen Organisationen 2023 zu erwarten haben, hat Dr. Arne Sjöström, Lead People Scientist bei Culture Amp, skizziert.

Pauschale Gehaltserhöhungen und Vergünstigungen werden zum Eigentor

Auch wenn Mitarbeitende Zuschüsse zur Abfederung der steigenden Lebenshaltungskosten begrüßen, sollten Unternehmen symbolische Gesten vermeiden. Leistungsprämien, bei denen nicht klar ist, auf welcher Basis sie ausgeschüttet werden und Zulagen, die nach dem Gießkannenprinzip vergeben werden, sorgen oftmals für Verunsicherung und Unruhe. 2023 wird vielmehr das Jahr der individuellen Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme sowie der Performance Reviews. Sie gewährleisten die Transparenz, die notwendig ist, um Entscheidungen und die Leistungsbeurteilung von Mitarbeitenden zu begründen.

Der Experimentierkasten kommt zum Einsatz

Viele Organisationen haben jedoch schlichtweg kein Geld übrig, das sie ausschütten können. Hier ist Kreativität gefragt: Firmen werden überlegen, was sie ihren Beschäftigten stattdessen bieten können. Ein Beispiel ist das Aufrechterhalten von Karrierechancen und Angebote zur Weiterentwicklung. Mitarbeitende fühlen sich so wertgeschätzt und bleiben engagiert. Ebenso können flexible Angebote bei Arbeitszeit und Arbeitsort die Mitarbeitenden dabei unterstützen.

Das Pendel schlägt zugunsten der Arbeitgeber um – doch nur für kurze Zeit

Auch unzufriedene Arbeitnehmer:innen werden aufgrund von Sorgen um die ökonomische Situation zunächst nicht an ihren Arbeitgeber wechseln. Kurzfristig haben Unternehmen damit scheinbar mehr Macht – z.B. bei der Frage nach mehr Büropräsenz. Doch sollten Arbeitgeber nicht selbstgefällig werden, weiterhin effektiv kommunizieren und ganz klar Vision, Richtung und Werte vermitteln. Schlägt das Pendel erneut zugunsten der Arbeitnehmenden um, werden Unternehmen, die das Engagement Ihres Teams vernachlässigt haben, Kündigungswellen nicht vermeiden können: Quiet Quitter werden dann zu First Quittern.

Der Druck auf Manager:innen bleibt hoch

Was bereits in der Pandemie zu beobachten war – Mitarbeitende wenden sich in Krisenzeiten an ihre Manager:innen und erwarten deren Unterstützung in schwierigen Zeiten. Führungskräfte müssen auf praktischer Ebene Lösungen anbieten, aber auch auf emotionaler Ebene beraten und Unterstützung leisten. Diese zusätzliche Erwartung setzt sie erneut einem permanent hohen Druck aus und führt zu einem höheren Burnout-Risiko.

Steigender Fachkräftemangel, sinkende Loyalität

Unternehmen werden immer größere Schwierigkeiten haben, Talente zu finden. 2023 werden große Unternehmen gegenüber den kleineren an Attraktivität zwar zulegen, da Menschen einem sicheren Arbeitsplatz eine höhere Priorität einräumen. Das führt dazu, dass kleinere Organisationen einen noch härteren Kampf um Talente führen müssen. Der Schuss wird jedoch auch für Konzerne nach hinten losgehen: Bewerber, die nur eine kurzfristige Lösung suchen, laufen Gefahr, sich langfristig weniger mit dem Unternehmen zu identifizieren und sind weniger engagiert.

Culture Amp - Dr. Arne Sjöström

Schlagworte zum Thema:  HR-Management, Fachkräftemangel