23.06.2014 | Top-Thema Active Sourcing

Potenzielle Mitarbeiter aktiv ansprechen

Kapitel
Die aktive Ansprache von Kandidaten gehört inzwischen zum Recruiting-Mix der Unternehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Active Sourcing – die proaktive Suche und Ansprache von potenziellen Mitarbeitern – wird im Recruiting-Mix immer wichtiger. Das Top-Thema zeigt, wann Active Sourcing wirklich Sinn macht, wie es in einem Best Practice gestaltet wurde und welche rechtlichen Bedingungen zu beachten sind.

Wie groß der Stellenwert von Active Sourcing inzwischen ist, belegt unter anderem die Studie „Recruiting Trends 2014“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) und von Monster Deutschland: Geht es um die Mitarbeiterrekrutierung im IT-Sektor, so sucht fast die Hälfte der Befragten häufig oder sehr häufig in Xing aktiv nach interessanten Kandidaten – deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen nutzen diesen Kanal darüber hinaus häufig oder sehr häufig für die Suche nach zusätzlichen Informationen über Bewerber.

Proaktive Suche über Online- und Offline-Kanäle

Über alle Branchen hinweg gingen im Jahr 2013 immerhin gut 14 Prozent der 1.000 größten deutschen Unternehmen aktiv auf geeignete Kandidaten zu, so ein weiteres Ergebnis der Recruiting-Trendstudie. Dabei ist unter Active Sourcing nicht nur die Identifizierung und Direktansprache interessanter Kandidaten über Xing oder andere soziale Netzwerke zu verstehen, sondern alle Formen der aktiven Kandidatenansprache, etwa auch über einen eigenen Talentpool, über persönliche Netzwerke oder über Karriereveranstaltungen für Studenten oder Absolventen.

Viele Kandidaten möchten gefunden werden

Viele Kandidaten (45 Prozent) geben an, dass sie die passive Rolle bevorzugen und sich von einem Unternehmen finden lassen möchten, so ein Ergebnis der Parallelstudie „Bewerbungspraxis 2014“, für die über 10.000 Stellensuchende und Karriereinteressierte befragt wurden. Die meistgenutzten Kanäle für die passive Suche sind laut Untersuchung Lebenslaufdatenbanken von Internet-Stellenbörsen, Profile in Karrierenetzwerken und in Lebenslaufdatenbanken von Unternehmen. Active Sourcing ist also auch bei den Kandidaten durchaus willkommen, wenn die Unternehmen einige Grundregeln der Ansprache und Kontaktpflege einhalten.

Auf eine individuelle Ansprache kommt es an

Zu den Grundregeln des Active Sourcing gehört unter anderem eine individuelle Ansprache, die auf den jeweiligen Kandidaten eingeht. Schon bei der ersten Kontaktaufnahme sollten zentrale Informationen zur Tätigkeit und dem Unternehmen beantwortet werden. Außerdem ist Diskretion wichtig: Anfragen, die an eine berufliche Kontaktadresse des Kandidaten gesendet werden, sollten tabu sein. Ist das Interesse beim Kandidaten einmal geweckt, sollten die weitere Kommunikation zeitnah erfolgen und konkrete Inhalte, etwa zum Arbeitsort und -umfeld, zur Aufgabe und den genauen Anforderungen enthalten.

Lesen Sie im Top-Thema, in welchen Fällen Active Sourcing für Unternehmen sinnvoll ist und welche rechtlichen Fallstricke es zu vermeiden gilt. Am Beispiel des Online-Spiele-Anbieters Innogames erfahren Sie außerdem, wie ein erfolgreiches Active Sourcing gestaltet und in den Recruiting-Mix eines Unternehmens integriert werden kann.

Schlagworte zum Thema:  Active Sourcing, Recruiting

Aktuell

Meistgelesen