Zeitkonten richtig gestalten / 4.2 Verknüpfung von Langzeitkonten und Zeitkonten für den fortlaufenden Zeitausgleich

In der Praxis werden Zeitkonten für den fortlaufenden Zeitausgleich und Langzeitkonten nicht selten kombiniert: An bestimmten Stichtagen oder bei Erreichen bestimmter Schwellenwerte des Zeitsaldos wird ein Übertrag von Guthaben aus dem fortlaufenden Zeitkonto in das Langzeitkonto ermöglicht.

 
Praxis-Beispiel

Langzeitkonto als "Überlaufkonto"

Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens können jeweils zum Jahresende Plussalden des Kurzzeitkontos (Zeitkonto für den fortlaufenden Zeitausgleich) oberhalb von 100 Stunden auf ein Lebensarbeitszeitkonto übertragen. Zusätzlich können nicht genommene Freischichten übertragen werden.

Hier werden faktisch Bandbreite und Ausgleichszeitraum des fortlaufend geführten Zeitkontos außer Kraft gesetzt. Denn aufgebaute Salden im Kurzzeitkonto unterliegen faktisch keinem Ausgleichsdruck mehr durch Freizeitnahme, da ja eine potenziell unbegrenzte Übertragungsmöglichkeit ins Lebensarbeitszeitkonto besteht. Ein – im Hinblick auf Prozessverbesserungen, Prioritätensetzung und damit auch Realisierung von Arbeitsentlastung – oft heilsamer – Druck, mit der Arbeitszeit grundsätzlich auskommen zu müssen, besteht nicht mehr. Aus diesen Gründen ist von dieser Zeitkonten-Kombination grundsätzlich abzuraten.

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