Zeitarbeit als Personalmana... / 3.4 Sonderformen der Zeitarbeit: Ausgründung in Service-Gesellschaften in Form von "Tochterunternehmen"

Bei der Ausgründung von konzerneigenen oder konzernfremden Unternehmen ist die Anti-Missbrauchsklausel im neuen AÜG zu beachten (s. 2.1). Liegen die Voraussetzungen dieser Klausel vor, ist eine Zurücküberlassung an den vormaligen Arbeitgeber oder eine andere konzernangehörige Gesellschaft nur zu Equal-Treatment-Bedingungen möglich.

Eine mögliche Variante einer Ausgründung kann die sein, dass der Gesellschafter der Service-Gesellschaft der Mutterkonzern selbst ist. Mögliche Gründe für die Gründung einer solchen "Unternehmenstochter" können sein:

  • Die Weiterbeschäftigung von Auszubildenden nach der Ausbildung
  • Die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern, die zeitlich befristet im Mutterkonzern beschäftigt waren. Hier gibt es die Modelle, bei denen die Bezahlung auf der Basis von Equal Pay erfolgt. Auch eine Bezahlung auf der Basis von Tarifverträgen der Zeitarbeit mit oder ohne Kunden- bzw. Branchenaufschlag ist möglich.
  • Transfergesellschaften bzw. Auffanggesellschaften für ehemalige Mitarbeiter. Hier erfolgt die Vergütung entsprechend den Sozialplänen, die zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber vereinbart wurden. Eine finanzielle Unterstützung durch Mittel der Bundesagentur für Arbeit fließt mit ein.
  • Beschäftigung von Zeitarbeitskräften/Fremdpersonal, das bisher noch nicht im Mutterkonzern beschäftigt war.

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