Work-Life-Balance als Wettb... / 12.4 Unterstützende Maßnahmen

Das Unternehmen kann eine Arbeitsgruppe installieren zum Thema "Work-Life-Balance für Männer und Frauen". Aufgabe der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung, Umsetzung und Begleitung der definierten Ziele und Maßnahmen in der Praxis unter expliziter Einbeziehung und spezieller Ansprache der Männer / Väter, da diese es schwerer haben, das Thema Familie für sich zu beanspruchen.

In der Arbeitsgruppe werden weitere Grob- und Feinziele, Strategien zur Umsetzung einer familienorientierten Personalpolitik und detaillierte Maßnahmen und Handlungsempfehlungen diskutiert und ausgearbeitet. Ebenfalls sollte ein zeitlicher und inhaltlicher Ablaufplan erstellt werden.

Die Themenstellungen der Arbeitsgruppe könnten z. B. lauten

  • Flexibles Arbeitszeitmanagement als zentraler Baustein für eine familienfreundliche Arbeitswelt
  • Familienfreundliche Gestaltung von Arbeitsabläufen und –inhalten
  • Initiierung eines Pilotprojektes zu Telearbeit (zwecks Zusammenrücken von Arbeitswelt und Privatleben)
  • Entwicklung einer Informations- und Kommunikationsstrategie
  • Durchführung von Führungskräfte-Trainings
  • Teamentwicklung
  • Ermittlung des Bedarfs an flankierendem Service für Familien und Zusammenstellen entsprechender Angebote
  • Aufbau einer Kosten-Nutzen-Analyse mit dazugehörigem Daten- und Informationsmodell als Überzeugungsmittel für den Arbeitgeber

Hierfür können folgende Methoden und Module eingesetzt werden:

  • Grunddatenanalyse (als Grundlage zur Kosten-Nutzen-Analyse) zur Analyse aller (zeit)relevanten Betriebsdaten: Arbeitsvolumen im Zeitverlauf / Prognoseinstrumente / Servicezeiten

    • Darstellung der aktuellen Arbeitszeitgestaltung
    • Erstellen von personalwirtschaftlichen Kennziffern
    • Schwachstellenanalyse des Personalcontrollings
  • Mitarbeiter- und Führungskräfte-Gesprächsrunden mit den Zielen

    • Informationssammlung zu den Themen "Work & Life", insbesondere zum konkreten Umgang und Erfahrungen mit der aktuellen betrieblichen Arbeitszeitgestaltung
    • Erhalt eines kurzen und prägnanten groben Überblicks über die Wünsche der Mitarbeiter/innen und ihr Verhalten gegenüber möglichen Veränderungen in der Personalpolitik
    • Diskussion einzelner Maßnahmen unter Einbeziehung angrenzender Themen und Handlungsfelder im betrieblichen Zusammenhang
    • Frühzeitige Einbindung und Unterstützung der Mitarbeiter/innen in den gesamten Prozess der Neugestaltung von Work-Life-Balance - Maßnahmen und damit der Unternehmenskultur
    • Erhalt von unternehmens- oder gruppenspezifischen Informationen, die ggf. als Grundlage für eine effiziente schriftliche Mitarbeiterbefragung mit zielgerichteten Fragen dienen können
  • Einzelgespräche z. B. mit Führungskräften, Mitarbeiter/innen, Vorstandsmitgliedern, Mitgliedern des Betriebsrates zwecks

    • Erfassung von Wünschen z. B. hinsichtlich der eigenen Arbeitszeit oder der Unternehmenskultur, die in einer Gesprächsrunde nicht artikuliert werden dürfen oder können, jedoch in einem individuellen, vertrauensvollen Gespräch genannt werden
    • Blick "hinter die Fassade" bei diesen sensiblen Themenstellungen
  • Schriftliche Mitarbeiterbefragungen mit dem Ziel

    • mit einer möglichst hohen Rücklaufquote ein gutes Spiegelbild der Wünsche und Bedarfssituationen zum Thema Väter/Mütter, Beruf und Familie im Unternehmen zu bekommen
    • Einbeziehen einer größeren Anzahl von Mitarbeiter/innen als dies in Gesprächsrunden möglich wäre
  • Workshops mit den Zielen

    • Information und Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen und Führungskräfte zu Work-Life-Balance, Darstellung von Praxisbeispielen und der möglichen Vorgehensweise bei ihrer Einführung
    • Austausch zwischen Gruppen oder Mitarbeiter/innen zu den spezifischen Handlungsfeldern
    • Diskussion unter Mitarbeiter/innen und Führungskräften
    • Vermeidung von Missverständnissen auf Seiten der Mitarbeiter/innen
    • Entwicklung von Synergieeffekten
    • Entwicklung von konkretisierten Handlungsempfehlungen
    • Initiierung eines Pilotprojektes
  • Führungskräftetrainings mit den Zielen

    • Führen mit Zielen, Entwicklung der Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit
    • Vermittlung spezifischer Techniken, um Vereinbarkeitsunterstützung effektiv zu leisten (z. B. aktives Zuhören, Stressmanagement)
    • Verbesserung von Gesprächsführung, Moderation, Präsentation, Konfliktmanagement
  • Teamentwicklungsmaßnahmen zwecks

    • Entwicklung eines Teams
    • Förderung der Kommunikations-, Konflikt- und Kooperationsfähigkeit
  • Entwicklung von Instrumentarien

    • zur Personaleinsatzplanung, -steuerung und -kontrolle
    • für die elektronische Zeitwirtschaft, Zeiterfassung,
    • zur Innovation der Entgeltmodelle, z. B. Tantiemenverträge, Leistungsentlohnung
  • Unterstützung bei der Einrichtung von Telearbeitsplätzen

    • Schulung und Unterstützung von Mitarbeiter/innen und Führungskräften
  • Einrichten eines Ansprechpartners (nicht nur Beauftragte für Chancengleichheit und Familie) für Fragen zum Thema Eltern, Beruf und Familie im Unternehmen

    • Informationen zu den Themen
    • Auswirkungen beispielsweise von Teilzeitarbeit oder Elternzeit auf das Einkommen und auf die Rente
    • Hilfestellung bei erforderlichen Umorganisationen / Neuverteilung von Au...

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