Waisenrente / Zusammenfassung
 
Begriff

Zu den Renten wegen Todes bzw. an Hinterbliebene gehört auch die Waisenrente. Eine Waisenrente kann – sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind – aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder auch aus der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt werden.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Sozialversicherung: Die relevanten Vorschriften zur Waisenrente sind für die Rentenversicherung in § 48 SGB VI (Anspruchsvoraussetzungen) und in §§ 78, 87 SGB VI (Zuschlag bei Waisenrenten) enthalten. Eine Sonderregelung für Waisenrenten wegen Gebrechlichkeit, die aufgrund besonderer Vorschriften des früheren Saarrechts ohne Altersbegrenzung gezahlt werden können, befindet sich im Übergangsrecht in § 304 SGB VI. In dieser Norm befindet sich auch eine Sonderregelung im Hinblick auf die Corona-Pandemie für den Fall, dass u.a. eine Ausbildung oder ein Freiwilligendienst nicht oder nur verzögert aufgenommen werden kann.

Weitere Regelungen ergeben sich aus § 99 Abs. 2 und § 100 Abs. 3 SGB VI (Beginn und Ende) sowie aus § 102 Abs. 4 SGB VI (Befristung). § 92 SGB VI schränkt die Zahlung des Zuschlags zur Waisenrente ein, wenn die Waise auch Anspruch auf Waisengeld hat. Für die Unfallversicherung gelten die §§ 67, 68 SGB VII. Kommt es zu einem Zusammentreffen einer Waisenrente aus der Unfall- und der Rentenversicherung, ist für die Anrechnung auf die Rente aus der Rentenversicherung § 93 SGB VI zu beachten. Die Versicherungspflicht für Waisenrentner in der Kranken-/Pflegeversicherung ergibt sich aus § 5 Abs. 1 Nr. 11b SGB V.

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