Waisenrente / 2 Unfallversicherung

Bei Tod durch Arbeitsunfall oder einer zum Tode führenden Berufskrankheit steht den Kindern des Versicherten vom Todestag an Waisenrente zu.

Der anspruchsberechtigte Personenkreis ist mit dem der Rentenversicherung identisch. Die Waisenrente wird bis zum 18. Lebensjahr gezahlt, darüber hinaus bis grundsätzlich längstens zum 27. Lebensjahr bei Schul- oder Berufsausbildung.

Infolge der Corona-Pandemie besteht seit 1.1.2020 ein Anspruch auf eine Waisenrente in der Unfallversicherung auch dann über das 18. Lebensjahr hinaus, wenn bedingt durch die epidemische Lage von nationaler Tragweite infolge der Corona-Pandemie eine Ausbildung oder ein Freiwilligendienst nicht oder nur verspätet aufgenommen werden kann bzw. die Übergangsfrist von 4 Kalendermonaten zwischen 2 Ausbildungsabschnitten oder zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung des gesetzlichen Wehrdienstes oder eines Freiwilligendienstes überschritten werden sollte.[2]

Die Waisenrente beträgt für jedes Kind als

  • Halbwaisenrente 2/10,
  • Vollwaisenrente 3/10

des Jahresarbeitsverdienstes. Stehen mehrere Waisenrenten zu, wird nur die höchste gezahlt.

Für Unfälle im Beitrittsgebiet vor 1992 und Unfallrenten, auf die am 31.12.1991 nach Beitrittsgebietsrecht Anspruch bestand, gelten Besonderheiten.[3]

[1]
[3] § 215 SGB VII i. V. m. §§ 1150 ff. RVO i. d. F. v. 31.12.1996.

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