Vorsorgepauschale / 3 Teilbetrag für gesetzliche Kranken- und soziale Pflegeversicherung

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird in allen Steuerklassen eine Vorsorgepauschale berücksichtigt, die bezogen auf den Arbeitslohn – unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze – dem Arbeitnehmeranteil eines pflichtversicherten Arbeitnehmers entspricht. Für diese Berechnung wird aber lediglich der ermäßigte Beitragssatz von 14 % zugrunde gelegt. Damit können in 2019 7,0 % des Arbeitslohns (Arbeitnehmeranteil) im Rahmen der lohnsteuerlichen Vorsorgepauschale angesetzt werden.

Zusatzbeitrag wirkt sich auf Vorsorgepauschale aus

Bei der Bemessung der einzubehaltenden Lohnsteuer muss auch der einkommensbezogene Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse berücksichtigt werden. In § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. b EStG wird zusätzlich auch auf den einkommensbezogenen Zusatzbeitragssatz der Krankenkasse verwiesen, der seit 2015 den Beitragssatzanteil von 0,9 Prozentpunkten ersetzt. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt ab 2019 0,9 %. Ab 2019 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag je zur Hälfte.

Steuerlich wird der kassenindividuelle Zusatzbeitrag durch die Vorsorgepauschale, die im maschinellen Lohnsteuerberechnungsprogramm eingearbeitet ist, bei der Berechnung der unterjährigen Lohnsteuer automatisch berücksichtigt.

Teilbetrag für soziale Pflegeversicherung

Darüber hinaus wird bei gesetzlich Versicherten auch für die Pflegeversicherungsbeiträge eine Vorsorgepauschale berücksichtigt, die bezogen auf den Arbeitslohn – unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze – dem Arbeitnehmeranteil entspricht. Dabei ist ggf. auch der Beitragszuschlag für Kinderlose von 0,25 % zu berücksichtigen.

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