Vor- und Nachteile der gese... / 4 Pflegeversicherung

4.1 Soziale Pflegeversicherung

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen (auch freiwillige) sind grundsätzlich immer auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Dafür zahlen sie Beiträge von ihrem Arbeitsentgelt oder ihrer sonstigen Beitragsbemessungsgrundlage bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung. Der Beitragssatz beträgt 3,05 %. Dieser erhöht sich für Kinderlose um einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 %. Soweit freiwillig Versicherte einen privaten Pflegeversicherungsschutz haben, der die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung umfasst, können sie sich von der gesetzlichen Pflegeversicherung befreien lassen. Dies kann jedoch nur innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Krankenversicherung geschehen.

4.2 Private Pflegeversicherung

Arbeitnehmer, die privat krankenversichert sind, müssen auch einen privaten Pflegeversicherungsvertrag abschließen, der Leistungen beinhaltet, die der Art nach denen der gesetzlichen Pflegeversicherung entsprechen.[1] Die Beitragshöhe für diese privaten Pflegeversicherungen wird für Versicherte, die am 1.1.1995 versicherungspflichtig waren, ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Gesundheitszustand kalkuliert. Für Versicherungsverträge, die nach dem 1.1.1995 abgeschlossen wurden, ist eine Prämienzumessung nach Gesundheitszustand zulässig.

Die Arbeitgeber haben die Beiträge zur Pflegeversicherung zu bezuschussen.[2] Der Zuschuss beträgt die Hälfte der Beiträge, maximal ist die Hälfte des Höchstbetrags der gesetzlichen Pflegeversicherung zu zahlen.

Der Beitragszuschlag für Kinderlose zur gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 % der beitragspflichtigen Einnahmen wirkt sich auf die Höhe des Beitragszuschusses des Arbeitgebers nicht aus.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge