Kurzbeschreibung

Tabelle zur Erfassung von Überschreitungen der werktäglichen Höchstarbeitszeit bei Vertrauensarbeitszeit.

Wichtige Hinweise

Vertrauensarbeitszeit bedeutet u. a. den Verzicht auf betriebliche Zeiterfassung. Der Arbeitnehmer erfüllt eigenverantwortlich seine Arbeitszeitverpflichtungen innerhalb eines definierten Arbeitszeitrahmens.

§ 16 ArbZG schreibt vor, dass der Arbeitgeber die über die Arbeitszeit des § 3 Satz 1 ArbZG (= 8 Stunden pro Werktag) hinausgehenden Arbeitszeiten der Menge nach aufzeichnet, diese Aufzeichnungen 2 Jahre aufbewahrt und im Überprüfungsfall der Aufsichtsbehörde (dies sind in der Regel die staatlichen Gewerbeaufsichtsbehörden oder Ämter für Arbeitsschutz) zugänglich macht.

Der betriebsseitige Verzicht auf Arbeitszeiterfassung entbindet nicht von dieser Verpflichtung des Arbeitgebers, die gesetzlich gebotenen Aufzeichnungen zu führen. Der Arbeitgeber kann sich aber des Arbeitnehmers bedienen, um die Aufzeichnungen anzufertigen. Der Arbeitgeber behält jedoch in jedem Fall die Verantwortung für die Anfertigung der Aufzeichnungen und muss insoweit seiner Aufsichtspflicht nachkommen und sicherstellen, dass die Aufzeichnungen tatsächlich angefertigt werden.

Eine bestimmte Form der Aufzeichnung ist nicht vorgeschrieben. Es ist also für die Erfüllung der gesetzlichen Aufzeichnungspflicht ausreichend, dass der Arbeitnehmer an den Tagen, an denen er eine Arbeitszeit von mehr als 8 Stunden (zuzüglich Pausen) geleistet hat, eine entsprechende Notiz in einem Formular, das auch digital geführt werden kann, macht.

Anmerkung

Der Nachweis einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 8 Stunden pro Werktag (bzw. 48 Stunden pro Woche) ist nicht aufzeichnungspflichtig – dies folgt aus dem Wortlaut des § 16 Abs. 2 ArbZG. Diese Regelung hält nur solche Arbeitszeiten für aufzeichnungspflichtig, die über die Aufzeichnungsgrenze "hinausgehen".

Die Lage der Arbeitszeit ist nicht aufzeichnungspflichtig. Sofern die Lage der Arbeitszeit sich doch aus den Arbeitszeitnachweisen ergibt, müssen diese Daten der Aufsichtsbehörde nicht zur Verfügung gestellt werden.

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