Versorgungsbezüge / 3.4 Kapitalauszahlung bzw. Abfindung

Wird anstelle eines monatlichen Versorgungsbezugs eine Kapitalauszahlung oder Abfindung an den Versorgungsempfänger gezahlt, handelt es sich um einen sonstigen Bezug. Für die Ermittlung der Freibeträge für Versorgungsbezüge ist das Jahr des Versorgungsbeginns zugrunde zu legen, die Zwölftelungsregelung ist für diesen sonstigen Bezug nicht anzuwenden. Bemessungsgrundlage ist der Betrag der Kapitalauszahlung bzw. Abfindung im Kalenderjahr.

 

Praxis-Beispiel

Versorgungsfreibetrag bei Kapitalauszahlung/Abfindung

Ein Versorgungsempfänger erhält 2019 anstelle eines monatlichen Versorgungsbezugs eine Abfindung i. H. v. 10.000 EUR.

Ergebnis: Der Versorgungsfreibetrag beträgt 17,6 % von 10.000 EUR = 1.760 EUR, höchstens 1.320 EUR; der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag beträgt 396 EUR.

Bei Zusammentreffen mit laufenden Bezügen darf der Höchstbetrag, der sich nach dem Jahr des Versorgungsbeginns bestimmt, nicht überschritten werden. Die gleichen Grundsätze gelten auch, wenn Versorgungsbezüge in einem späteren Kalenderjahr nachgezahlt oder berichtigt werden.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge