Versorgungsbezüge / 1 Lohnsteuerabzug

Zahlt der Arbeitgeber steuerpflichtige Versorgungsbezüge aus, muss er vor der Lohnsteuerermittlung den Versorgungsfreibetrag sowie einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag als steuerfreie Teile berücksichtigen.

Begünstigte Versorgungsbezüge sind z. B.

  • Werksrenten an Arbeitnehmer ab dem 63. Lebensjahr,
  • Werksrenten bei Schwerbehinderung ab dem 60. Lebensjahr,
  • Ruhegehälter im öffentlichen Dienst (Beamtenpensionen),
  • Witwen- oder Waisengelder aufgrund von Betriebsrenten und Beamtenpensionen,
  • Sterbegeld nach dem BeamtVG und entsprechende Bezüge im privaten Dienst,
  • die Übergangsversorgung nach dem BAT oder nach den diesen ergänzenden, ändernden oder ersetzenden Tarifverträgen sowie Übergangszahlungen nach § 47 Nr. 3 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) sowie
  • die Emeritenbezüge.

An nichtbeamtete Versorgungsempfänger gezahlte Beihilfen im Krankheitsfall sind Bezüge aus früheren Dienstleistungen i. S. d. § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 EStG. Die Regelungen zur Besteuerung beamtenrechtlicher Versorgungsbezüge sind verfassungsmäßig.

Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind nicht begünstigt, da es sich nicht um Versorgungsbezüge handelt.

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