Verlosung / 3 Teilnahme an Lotterien fremder Dritter

Verschafft der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer mit einem Geschenklos die Möglichkeit der Teilnahme an einer von einem Dritten durchgeführten Lotterie, stellt die Schenkung des Loses einen geldwerten Vorteil dar. Bereits die unentgeltliche Zuwendung des Geschenkloses (und nicht erst der Lotteriegewinn), das zur Teilnahme an einer von einem fremden Dritten durchgeführten Lotterie berechtigt, führt zum Zufluss von Arbeitslohn. Dem Arbeitnehmer wird insoweit ein Vorteil für die Beschäftigung eingeräumt. Er erspart sich den eigenen Aufwand für die Teilnahme an der Lotterie. Dabei handelt es sich um einen Sachbezug, der unbesteuert bleiben kann, wenn er – ggf. zusammen mit anderen Vorteilen – die Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR monatlich nicht übersteigt.[1]

Ein etwaiger Lotteriegewinn ist somit unabhängig von der Höhe nicht mehr zu versteuern, weil das Los durch die Lohnbesteuerung der steuerlich unbeachtlichen Vermögenssphäre des Arbeitnehmers zuzurechnen ist.[2] Der Lotteriegewinn steht nicht mehr im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis. Ein Veranlassungszusammenhang zwischen dem Gewinn aus einer von einem fremden Dritten veranstalteten Lotterie und dem Arbeitsverhältnis besteht nicht. Der Gewinn ist kein Vorteil, der "für" die Beschäftigung geleistet wird. Soweit ein Arbeitnehmer aufgrund des Loses einen Lotteriegewinn erhält, führt dies demzufolge nicht zu lohnsteuerpflichtigem Arbeitslohn.

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