Vergütungsoptimierung durch... / 3.11 Betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener

Ab 2018 ist bei der betrieblichen Altersvorsorge ein neues steuerliches Fördermodell spezifisch für Geringverdiener ("BAV-Förderbetrag") eingeführt worden. Die Einkommensgrenze liegt bei 2.200 EUR Monatslohn. Gefördert werden Beiträge von mindestens 240 EUR bis höchstens 480 EUR im Kalenderjahr. Der staatliche Zuschuss beträgt 30 % des gesamten zusätzlichen Arbeitgeberbeitrags, also mindestens 72 EUR bis höchstens 144 EUR. Er wird dem Arbeitgeber im Wege der Verrechnung mit der von ihm abzuführenden Lohnsteuer gewährt. Beim Arbeitnehmer bleibt der zusätzliche Arbeitgeberbeitrag steuerfrei. Der Förderbetrag kann nur für einen vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Beitrag zur betrieblichen Altersversorgung beansprucht werden. Deshalb sind mittels Gehaltsverzichts oder -umwandlung finanzierte Beiträge oder Eigenbeteiligungen des Arbeitnehmers nicht begünstigt.

 
Hinweis

Erhöhung geplant

Als Anreiz für den Aufbau einer zusätzlichen arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung bei Geringverdienern soll der BAV-Förderbetrag nach dem Entwurf für ein Grundrentengesetz mit (Rück-)Wirkung ab 2020 von maximal 144 EUR auf maximal 288 EUR angehoben werden. Die förderfähigen Beiträge würden damit auf 960 EUR jährlich steigen.

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