Vergütungsoptimierung durch... / 3.10 Sachbezüge im Rahmen der 44-EUR-Freigrenze

Sachbezüge bis zu 44 EUR monatlich bleiben steuerfrei. Ob Barlohn oder Sachbezüge vorliegen, entschied sich bis Ende 2019 danach, was der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auf der Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen beanspruchen konnte. Eine Zusätzlichkeitsvoraussetzung gab es nicht.

Ab 1.1.2020 gehören zu den Einnahmen in Geld nach der Neuregelung auch

  • zweckgebundene Geldleistungen,
  • nachträgliche Kostenerstattungen,
  • sowie grds. Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten.

Das gilt jedoch nicht bei Gutscheinen und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen.

Gutscheine und Geldkarten fallen im Übrigen ab 2020 nur noch dann unter die 44-EUR-Freigrenze, wenn sie vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.

Erfolgt der Zufluss aufgrund der arbeitsvertraglichen Vereinbarung ausschließlich in Form einer Sache, liegt ein Sachbezug vor und die Freigrenze ist anwendbar. In Höhe der Freigrenze handelt es sich dabei nicht um beitragspflichtiges Arbeitsentgelt.

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