Verfahrensanweisungen / Zusammenfassung
 
Begriff

Verfahrensanweisungen sind verbindliche (dokumentierte) Anweisungen des Unternehmens bzw. von verantwortlichen Personen zur Durchführung benannter Verfahren, Prozesse oder Abläufe. Sie beinhalten Festlegungen zu: was, wann, wo, wie, durch wen und unter Einsatz welcher Betriebs- und Hilfsmittel und unter Berücksichtigung welcher Dokumente zu tun ist. Zudem legen sie fest, wie die Ausführung gelenkt werden muss und was, wann, wie und durch wen aufzuzeichnen ist.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Verfahrensanweisungen werden v. a. durch Managementsystem-Normen (z. B. DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001) sowie AMS-Konzepte (z. B. OHSAS 18001, SCC) explizit gefordert. Durch sie weist der Unternehmer bzw. eine von ihm autorisierte Person die Führungskräfte und Mitarbeiter schriftlich an, wie sie bei entsprechenden betrieblichen Aufgaben (z. B. der Ermittlung der Kundenanforderungen, der Herstellung eines Produktes, der Durchführung interner Audits) konkret vorgehen müssen.

Durch Verfahrensanweisungen kann ein Arbeitgeber auch die im Arbeitsschutzgesetz (z. B. §§ 4, 9 und 12 ArbSchG) geforderten geeigneten Anweisungen für sicheres und gesundes Verhalten bei der Arbeit erfüllen. Die in unterschiedlichen Verordnungen (z. B. § 12 BetrSichV oder § 14 GefStoffV) geforderten Betriebsanweisungen entsprechen ihrem Charakter nach im weiteren Sinne einer Verfahrensanweisung – sie sind i. d. R. weniger detailliert. Gleiches gilt auch für Prüfanweisungen – also für Anweisungen zur Prüfung von Arbeitsmitteln (z. B. gem. BetrSichV) etc.

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