Urlaub / 5 Urlaubsberechnung

Nach § 3 BUrlG beträgt der Erholungsurlaub mindestens 24 Werktage.

Aus Praktikabilitätsgründen wird häufig eine Umrechnung des Urlaubsanspruchs in Arbeitstage vorgenommen: Dabei wird die Gesamtdauer des Urlaubs durch 6 dividiert und mit der Zahl der vom Arbeitnehmer geschuldeten Arbeitstage pro Woche multipliziert. Ein Mitarbeiter mit einer 5-Tage-Arbeitswoche hat also einen Mindest-Urlaubsanspruch von 20 Arbeitstagen.[1]

Berechnung bei Teilzeitbeschäftigung

Bei Teilzeitbeschäftigten, die regelmäßig an weniger Arbeitstagen pro Woche als ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer arbeiten, ist der Urlaubsanspruch entsprechend der Zahl der für sie maßgeblichen Arbeitstage pro Woche herunterzurechnen. Es empfiehlt sich folgende Formel:

 
Hinweis

Formel zur Urlaubsberechnung bei Teilzeitbeschäftigung

Gesamtdauer des Urlaubs eines Vollzeitbeschäftigten (in Arbeitstagen) dividiert durch die regelmäßigen Wochenarbeitstage eines Vollzeitbeschäftigten multipliziert mit den Wochenarbeitstagen des Teilzeitbeschäftigten (sog. Dreisatzmethode[2]).

Ist die Zahl der Arbeitstage pro Woche nicht konstant, muss ein Durchschnittswert errechnet werden, um den Urlaubsanspruch festlegen zu können. Der Durchschnittszeitraum muss repräsentativ sein, d. h. innerhalb dessen muss die Vertragsarbeitszeit erreicht werden.

Teilurlaub

Damit ein Arbeitnehmer, wenn er z. B. aus dem Beschäftigungsverhältnis ausscheidet, nicht völlig leer ausgeht, beinhaltet § 5 Abs. 1 BUrlG einen Teilanspruch. Der Teilurlaub beträgt ein Zwölftel für jeden vollen Beschäftigungsmonat. Ein Anspruch auf Teilurlaub besteht, wenn

  • ein Beschäftigungsverhältnis nach dem 30.6. beginnt. In diesem Fall erfüllt der betreffende Mitarbeiter im aktuelleren Kalenderjahr die Wartezeit nicht mehr und kann damit keinen vollen Urlaubanspruch erwerben.
  • ein Arbeitnehmer vor erfüllter Wartezeit aus dem Beschäftigungsverhältnis ausscheidet.
  • ein Beschäftigter zwar nach erfüllter Wartezeit, aber in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres (bis einschließlich 30.6.) aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.[3] Gesetzlich nicht geregelt ist, wie Bruchteile von Urlaubstagen zu behandeln sind, die weniger als einen halben Tag ergeben. Nach der ständigen Rechtsprechung sind solche Bruchteile von Urlaubstagen nicht abzurunden, vielmehr steht es dem Arbeitgeber frei, die Bruchteile durch stundenweise Befreiung von der Arbeitspflicht auszugleichen oder nach Beendigung der Beschäftigung entsprechend abzugelten.[4]

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