Unbeschränkt steuerpflichti... / 4 Fiktive Steuerpflicht für Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaates

Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaates oder EWR-Staates (z. B. Island, Liechtenstein, Norwegen) können in beschränktem Maße die Vorteile der Abzugsfähigkeit von Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe-/Lebenspartner oder der Zusammenveranlagung von Ehe-/Lebenspartnern (Splitting) in Anspruch nehmen, obwohl es an der dafür eigentlich erforderlichen unbeschränkten Steuerpflicht des Ehe-/Lebenspartners bzw. der Kinder mangelt. Diese wird soweit erforderlich einfach fingiert.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Der Steuerpflichtige ist

  • unbeschränkt einkommensteuerpflichtig und seine Einkünfte im Kalenderjahr unterliegen mindestens zu 90 % der deutschen Einkommensteuer oder die ausländischen Einkünfte betragen nicht mehr als 9.168 EUR (2018: 9.000 EUR);
  • auf Antrag als unbeschränkt steuerpflichtig zu behandeln.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, können z. B. Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe-/Lebenspartner als Sonderausgaben abgezogen werden, selbst wenn der Empfänger der Leistung nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist. Ähnliches gilt für die Möglichkeit der Wahl der Zusammenveranlagung von Ehe-/Lebenspartnern.

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