Umzugskosten / 3.3 Pauschalen für Umzugskosten ohne Nachweis

Sonstige Umzugsauslagen ohne Nachweis können in pauschaler Höhe steuerfrei erstattet werden.

3.3.1 Umzug bis Mai 2020

Bei Umzügen, bei denen der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts vor dem 1.6.2020 liegt, wird bei den steuerfreien Pauschbeträgen für sonstige Umzugsauslagen zwischen Ledigen und verheirateten Personen bzw. Lebenspartnern unterschieden, wobei es auf die Beendigung des Umzugs ankommt.[1] Der steuerfreie Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen bei Ledigen beträgt[2]:

  • ab 1.3.2018: 787 EUR,
  • ab 1.4.2019: 811 EUR,
  • ab 1.3.2020: 820 EUR.

Bei verheirateten Personen und Lebenspartnern beträgt der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen[3]:

  • ab 1.3.2018: 1.573 EUR,
  • ab 1.4.2019: 1.622 EUR,
  • ab 1.3.2020: 1.639 EUR.

Der Pauschbetrag erhöht sich für Kinder und andere Personen, die zur häuslichen Gemeinschaft gehören. Zu den "anderen Personen" in diesem Sinne gehören u. a. Verwandte, Verschwägerte und Hausangestellte, nicht aber der Ehe-/Lebenspartner. Diese Pauschale beträgt für jede weitere Person:

  • ab 1.3.2018: 347 EUR,
  • ab 1.4.2019: 357 EUR,
  • ab 1.3.2020: 361 EUR.
[2] Maßgeblich ist jeweils das Datum der Beendigung des Umzugs.
[3] Maßgeblich ist jeweils das Datum der Beendigung des Umzugs.

3.3.2 Umzug ab Juni 2020

Für Umzüge, bei denen der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts nach dem 31.5.2020 liegt, wird zwischen dem Berechtigten und anderen Personen unterschieden.[1] Der Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten beträgt beim Berechtigten:

  • ab 1.6.2020: 860 EUR.

Für jede andere Person (Ehegatte, Lebenspartner sowie Kinder, Stief- und Pflegekinder, die auch nach dem Umzug mit dem Berechtigten in häuslicher Gemeinschaft leben) beträgt der Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten:

  • ab 1.6.2020: 573 EUR.

Für Berechtigte, die am Tage vor dem Einladen des Umzugsguts keine Wohnung hatten oder nach dem Umzug keine eigene Wohnung eingerichtet haben, beträgt die Pauschvergütung:

  • ab 1.6.2020: 172 EUR.

Wird ein beruflich veranlasster Umzug in mehreren Etappen und über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt, können die Pauschbeträge für Umzugsauslagen nur einmal angesetzt werden.

Begründet, beendet oder verlegt der Arbeitnehmer einen doppelten Haushalt, ist ein pauschaler Ansatz von Umzugskosten als steuerfreier Arbeitgeberersatz bzw. sind Werbungskosten nicht möglich.[2]

 
Wichtig

Doppelter Mietaufwand zeitlich nur begrenzt erstattungsfähig

Der Aufwand für doppelt geleistete Mietzahlungen ist der Höhe nach unbegrenzt als Werbungskosten abzugsfähig. Jedoch ist er zeitlich auf die Umzugsphase beschränkt. Diese beginnt mit der Kündigung der bisherigen Familienwohnung und endet mit dem Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist.

Bis zum tatsächlichen Umzug der Familie ist die Miete der neuen und danach die der bisherigen Familienwohnung als Werbungskosten abziehbar.

[1] Maßgeblich ist der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts,

BMF, Schreiben v. 20.5.2020, IV C 5 – S 2353/20/10004:001, BStBl 2020 I S. 544.

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