Umgang mit Low Performance ... / 3 Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Durch die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements können einige Ursachen der Low Performance gemindert oder sogar ganz ausgeschaltet werden. Im Idealfall erstreckt sich BGM nicht nur auf das Angebot, einmal die Woche für Interessierte ein Lauftraining anzubieten. Eine von Experten ausgearbeitete Kombination von kollektiven und individuellen Angeboten aus Sport, Gesundheitsvorsorge sowie Entspannungs- und Ruhemaßnahmen kann nicht nur Burn-Out verhindern. Häufig werden dadurch auch Störungen beseitigt, die auf Arbeitnehmerseite liegen, beispielsweise Essstörungen oder Krankheiten. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die erhöhte Identifikation und Loyalität mit dem Unternehmen und die Verbesserung des sozialen Klimas.

Workspace-Konzepte

Größere Unternehmen greifen auch zu aufwendigeren Maßnahmen der Performance-Steigerung. Häufiger als gedacht liegen die Ursachen für Leistungsprobleme in der Arbeitsumgebung. Mittlerweile beschäftigen sich Teams von Architekten, Innenarchitekten und Psychologen mit der arbeitnehmer- und leistungsfreundlichen Gestaltung der Arbeitsplätze. Die Konzepte sind vielfältig. Von der kompletten Abschaffung von Einzelbüros hin zu einem Großraumbüro ohne feste Arbeitsplätze, dafür mit Ruhekabinen bis hin zur Gestaltung von Gemeinschaftsräumen, die mit der altbekannten, chaotischen Kaffeeküche nichts mehr gemeinsam haben.

Entgelt

Das Entgelt kann nur sehr beschränkt der Leistungssteuerung und Performance-Verbesserung dienen. Ein Eingriff in das Grundgehalt scheidet aus. Auch eine Änderungskündigung zur Entgeltreduzierung ist bei Leistungsdefiziten wohl unzulässig, obwohl dies noch nicht höchstrichterlich entschieden ist. Daher können nur variable Vergütungsbestandteile zur Leistungssteuerung eingesetzt werden. Hier kommt es nun wieder auf die genaue Formulierung und Kommunikation der Zielvorgaben an. Auch diese müssen wiederum realistisch sein.

Entgelterhöhungen zur Performance-Steigerung sind selten hilfreich. Mehrere Studien und auch die eigene Erfahrung sprechen dafür, dass Motivation und Leistung nur kurzfristig steigen. Das Entgelt ist also nur in begrenztem Maße ein Faktor zur Leistungssteuerung. Anerkennung und Kommunikation spielen eine weit wichtigere Rolle.

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