Tillmanns/Mutschler, BEEG/M... / 3.3 Zuzahlungsfreiheit
 

Rz. 11

Weil die Leistungen wegen Schwangerschaft/Mutterschaft nicht wegen der Folgen einer Krankheit notwendig werden, sind von der Mutter keine Zuzahlungen zu entrichten, wenn sie wegen der Schwangerschaft/Entbindung Leistungen der GKV in Anspruch nimmt. Die Befreiung von der Zuzahlungsverpflichtung gilt

  • für Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel (vgl. § 24e SGB V),
  • für die Entbindung (§ 24f SGB V) fehlen Bestimmungen bezüglich der sonst bei stationärer Krankenhausbehandlung zu leistenden Zuzahlung i. S. d. § 39 Abs. 4 SGB V für die gesamte Zeit des stationären Aufenthaltes,
  • für die häusliche Pflege (§ 24g SGB V) besteht keine Bezugnahme auf § 37 Abs. 5 SGB V und
  • für die Haushaltshilfe (§ 24h SGB V) wird nicht auf die Zuzahlungsregelung des § 38 Abs. 5 SGB V verwiesen.
  • Auch die frühere Praxisgebühr wegen der ärztlichen Betreuung (die Verpflichtung zur Entrichtung der Praxisgebühr entsteht nach § 28 Abs. 4 SGB V nur bei Konsultation eines Arztes wegen Krankheit) fiel bei Schwangerschaft/Mutterschaft nicht an.

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