Telearbeitsplatz / 1.2.2 Homeoffice

Der englische Begriff meint einen Arbeitsplatz oder ein Arbeitszimmer im privaten Umfeld. In der Wohnung des sog. Telearbeiters ist ein Büro mit einem Bildschirmarbeitsplatz eingerichtet. Homeoffice wird daher umgangssprachlich als eine Art Oberbegriff für alle Formen von bürobezogener Erwerbsarbeit von zu Hause aus benutzt, manchmal auch als ein synonymer Begriff für Telearbeit. Die Arbeitsstättenverordnung von 2016 hat den Begriff allerdings nicht aufgenommen und spricht von Telearbeit.

In der Corona-Pandemie von 2020 erfuhr der Begriff Homeoffice spontan eine sehr große Verbreitung, allerdings für mobile Arbeit von zu Hause aus, die aus Infektionsschutzgründen plötzlich für eine große Zahl von Beschäftigten Teil der Arbeitswirklichkeit wurde. Echte Telearbeitsvereinbarungen konnten, wo nicht bereits zuvor vorhanden, wegen der fehlenden Vorlaufzeit beim Ausbruch der Pandemie nicht getroffen werden, sodass für dieses Phänomen der Begriff Telearbeit richtigerweise nicht zu verwenden war.

Dass der Gesetzgeber den Begriff Homeoffice in den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom April 2020 aufgenommen hat, kam dem allgemeinen Sprachgebrauch entgegen, nicht aber der eindeutigen Begriffsstellung im Arbeitsschutzrecht. In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom August 2020 wird dann aber wieder klargestellt, dass Homeoffice im arbeitsschutzrechtlichen Sinne eine Form mobilen Arbeitens ist, die ab Januar 2021 als Maßnahme zur weitergehenden Kontaktreduktion vom Arbeitgeber verpflichtend anzubieten ist, wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 21.1.2021).

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