Telearbeit, alternierend

Kurzbeschreibung

Muster-BV zu Einführung einer alternierenden Telearbeit, also einer Telearbeit teilweise in den häuslichen Bereich des Mitarbeiters (häusliche Arbeitsstätte) und teilweise im Betrieb der Firma (betriebliche Arbeitsstätte) erbracht wird.

Vorbemerkung

Die Muster-Betriebsvereinbarung regelt eine alternierende Telearbeit, die sowohl in den Räumlichkeiten des Betriebs, als auch im häuslichen Bereich des Mitarbeiters erbracht wird und dem Mitarbeiter die Möglichkeit gibt, seine Tätigkeit eigenverantwortlich zu planen.

Betriebsvereinabrung Telearbeit III

Zwischen der Fa. … und dem Betriebsrat wird folgende

Betriebsvereinbarung

über Telearbeit abgeschlossen:

§ 1 Zielsetzung

1. Es besteht Einvernehmen, im Rahmen des Pilotprojektes… unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien innovative Telearbeitsformen einzuführen und zu erproben. Hierbei sollen bis … mindestens … Telearbeitsplätze eingerichtet werden.

2. Unternehmensleitung und Betriebsrat sind sich darüber einig, dass auch außerhalb der Betriebsstätten der Firma im Rahmen von Arbeitsverhältnissen Arbeitsleistungen (Telearbeit) erbracht werden können.

3. Ziel der Telearbeit ist, durch die zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitsorganisation

  • die Arbeitsqualität und -produktivität zu verbessern,
  • durch mehr Selbstverantwortung der Mitarbeiter bei der Gestaltung und Durchführung der Arbeit eine höhere Arbeits- und Ergebniszufriedenheit zu erreichen,
  • den beteiligten Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und individueller Lebensführung zu ermöglichen und
  • die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern.

4. Das Pilotprojekt … soll insbesondere Aufschluss darüber geben, inwieweit Tätigkeiten für Telearbeit geeignet sind, und in welcher Form technische, organisatorische und personalpolitische Rahmenbedingungen weiterhin umzusetzen sind.

§ 2 Regelungsgegenstand: alternierende Telearbeit

1. Gegenstand dieser Betriebsvereinbarung sind Rahmenbedingungen für die Errichtung von Telearbeitsplätzen in privaten Räumen des jeweiligen Mitarbeiters.

2. Die Telearbeit soll in Form der alternierenden Telearbeit geleistet werden. Dabei wird wie bisher in den Räumlichkeiten des Betriebes zu erbringende Arbeitsleistung teilweise in den häuslichen Bereich des Mitarbeiters verlagert und ist dort, unterstützt durch Geräte und Einrichtungen der dezentralen Informationsverarbeitungs- und Kommunikationstechnik, zu erbringen. Die tarifvertragliche bzw. die individuelle regelmäßige Arbeitszeit wird somit teilweise in der Wohnung des Mitarbeiters (häusliche Arbeitsstätte) und teilweise im Betrieb der Firma (betriebliche Arbeitsstätte) erbracht.

§ 3 Prinzip der Freiwilligkeit

1. Die Einrichtung von sowie die Beschäftigung auf alternierenden Telearbeitsplätzen erfolgt nach dem Prinzip der beiderseitigen Freiwilligkeit. Dabei sind grundsätzlich solche Aufgaben für alternierende Telearbeit geeignet, die eigenständig und eigenverantwortlich durchführbar sind sowie wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll in den häuslichen Bereich des Mitarbeiters verlagert werden können.

2. Mit der Einrichtung von alternierenden Telearbeitsplätzen entfällt das tägliche Pendeln zwischen Wohnung und Betrieb. Das kann bei dem Mitarbeiter zu Zeit- und Kostenersparnissen führen und dient der Entlastung der Umwelt. Zudem erhalten die Mitarbeiter mehr Möglichkeiten, ihren Beruf besser mit ihrer individuellen Lebensführung zu verbinden und ihre Arbeit eigenverantwortlich zu gestalten und auszuführen.

3. Alternierende Telearbeit stellt — bedingt durch die eigenverantwortliche und selbstständige Arbeitsausführung — besondere Anforderungen an die in Telearbeit beschäftigten Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sollen eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten können und über die erforderliche Selbstdisziplin verfügen, die bei der alternierenden Telearbeit erforderlich ist.

4. Ein Rechtsanspruch des Mitarbeiters auf Einrichtung eines oder Beschäftigung auf einem alternierenden Telearbeitsplatz besteht nicht.

5. Sowohl Mitarbeiter wie auch Firma können die Einrichtung sowie die Beschäftigung auf einem alternierenden Telearbeitsplatz ohne Angabe eines Grundes ablehnen. Aus einer Ablehnung dürfen dem Mitarbeiter keine Nachteile entstehen,

§ 4 Widerrufsmöglichkeit

1. Die Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag kann beiderseits frühestens nach einem halben Jahr mit dreimonatiger Frist widerrufen werden.

2. Wichtige Gründe — sowohl auf Seiten des Mitarbeiters als auch auf Seiten der Firma —, die einen kurzfristigen Widerruf erforderlich machen, sind vorab mit dem Betriebsrat zu besprechen.

3. Wechselt der Telemitarbeiter auf einen anderen Arbeitsplatz, der eine Telearbeit nicht mehr zulässt, verliert die Zusatzvereinbarung am Arbeitstag des Wechsels ihre Gültigkeit.

4. Bei Aufgabe des alternierende Telearbeitsplatzes und Rückkehr in den Betrieb besteht für den Mitarbeiter kein Anspruch auf den vor Beginn bzw. während der alternierenden Telearbeit innegehabten betrieblichen Arbeitsplatz.

5. Die von der Firma gestellten Arbei...

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