Teilzeitarbeit: Vertragsges... / 1.3 Überstunden

Teilzeitbeschäftigte sind – wie Vollzeitarbeitnehmer – zur Ableistung von Mehrarbeit oder Überstunden nur verpflichtet, wenn dies tarif- oder einzelvertraglich vereinbart ist. Ohne eine solche Vereinbarung besteht keine Verpflichtung, Arbeitszeiten oberhalb der vereinbarten Wochenarbeitszeit zu leisten.

Es empfiehlt sich daher, bereits bei der Vereinbarung einer Teilzeitbeschäftigung diese Frage zu klären und gegebenenfalls eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag aufzunehmen. Entsprechendes gilt für andere Arbeitsformen außerhalb der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit, z. B. Rufbereitschaft.

 
Hinweis

Formulierungsvorschlag für Teilzeit-Arbeitsverträge

"Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, bei betrieblichem Bedarf Arbeit auf Anordnung des Arbeitgebers auch über die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit hinaus zu leisten. Er verpflichtet sich ferner zur Leistung von Rufbereitschaft außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit. Eventuell anfallende Überstunden werden durch Freizeit ausgeglichen oder auf Basis des individuellen Stundenentgelts zusätzlich vergütet. Für die Rufbereitschaft wird eine Vergütung von (…) % des individuellen Stundenentgelts gezahlt. Eventuelle Inanspruchnahmen innerhalb der Rufbereitschaft werden wie Überstunden vergütet."

Die Möglichkeit der flexiblen Verteilung der vereinbarten Wochenarbeitszeit (Plus- und Minusstunden, z. B. im Rahmen von Gleitzeitmodellen) ist davon unberührt, soweit kein festes Arbeitszeitmodell vereinbart ist. Allerdings sollte sich der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag die Möglichkeit der variablen Verteilung der Arbeitszeit innerhalb eines definierten Ausgleichszeitraums (z. B. 12 Monate) vorbehalten.

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