Teilzeitarbeit: Besonderhei... / 1.1 Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Teilzeitbeschäftigte haben einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 EFZG. Insoweit bestehen gegenüber Vollzeitbeschäftigten keine Unterschiede. Dies folgt aus § 1 Abs. 2 EFZG, wonach zum berechtigten Personenkreis alle Arbeitnehmer gehören, ohne nach der Art des Arbeitsverhältnisses bzw. der Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit zu unterscheiden. Eine besondere vertragliche Regelung ist daher nicht erforderlich.

Besonderheiten gelten bei der Berechnung der Entgeltfortzahlung bei Arbeit auf Abruf.[1] Da Abrufarbeitnehmer oftmals unregelmäßig zur Arbeit herangezogen werden, ist die Bestimmung der ausfallenden Arbeitszeit erschwert. Zur Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist deshalb auf einen Referenzzeitraum abzustellen. Der Arbeitnehmer hat dabei Anspruch auf Entgeltfortzahlung auf der Grundlage der in den letzten 3 Monaten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit durchschnittlich geleisteten Arbeitszeit. Hat das Arbeitsverhältnis bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit keine 3 Monate bestanden, ist die durchschnittliche Arbeitszeit dieses kürzeren Zeitraums zugrunde zu legen. Die vorstehend skizzierte Berechnung gilt entsprechend für die Entgeltfortzahlung an Feiertagen.[2]

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