Eine weitere Betrachtung gilt der Form der Weiterbildung. Klassisch werden offene Seminare besucht. Entsprechend der erwarteten Qualifikation wird ein geeignetes Training bei einem Anbieter ausgesucht und der Teilnehmer besucht mit Personen aus unterschiedlichsten Unternehmen die Veranstaltung. Bei dieser Form der Weiterbildung ist nicht nur die Vermittlung der Themen im Vordergrund, sondern der Kontakt zu anderen Controllerinnen und Controllern aus anderen Unternehmen. Im Austausch gibt es viele Informationen, die nebenbei erhoben werden können und den Blick auf das eigene Controlling schärfen können. Insbesondere wenn es um die Entwicklung der Persönlichkeit eines Mitarbeiters geht, bietet sich ein offenes Seminar an, da im Seminar keine Kolleginnen und Kollegen sitzen.

Je spezifischer die Qualifizierung sein soll, umso sinnvoller werden betriebsinterne Lösungen mit mehreren Controllerinnen und Controllern aus dem eigenen Haus. Ein exakter Zuschnitt der Seminarinhalte nach dem Bedarf der Teilnehmer ist möglich. Bei kleineren Unternehmen bietet es sich auch an, dies gemeinsam mit anderen Unternehmen der Region durchzuführen. Diese Form reduziert die Reisezeiten für die Mitarbeiter zu einem Seminar und die Transferrate ist deutlich höher. Außerdem kann man in einem solchen Seminar direkt auch Lösungen für das Controlling erarbeiten.

Coaching kann eine gute Ergänzung sein

Ein weiteres Format ist das Coaching. In den letzten Jahren hat der Bedarf an Coaching erheblich zugenommen. Häufig ist die Zielrichtung ein zeitlich minimiertes Qualifizierungs-Programm, das exakt an dem Bedarf des Mitarbeiters ausgerichtet ist. Dieses Format hat sicherlich seine Berechtigung. Es ist hoch effizient allerdings auch eine sehr teure Variante. Sie kann aber eine wichtige Ergänzung sein.

E-Learning in die Weiterbildung integrieren

Selbstverständlich kann auch über E-Learning die Qualifikation gesteigert werden. Wir sprechen dann von Computer Bases Training (CBT), bei dem der Controller sein Wissen selbst gesteuert mit einer CD lernt. Beim Web Based Training (WBT) werden die Lerneinheiten über das Internet abgerufen. Bei der heutigen Technik werden auch Videosequenzen eingespielt bzw. Zeiten angeboten, zu denen ein Chat mit einem Referenten oder einer Lern-Gruppe möglich sind. Bei beiden Formen ist die Flexibilität für den Mitarbeiter ein wesentlicher Vorteil. Gleichfalls verlangt es von dem Mitarbeiter eine hohe Disziplin, sich regelmäßig mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen.

Blended-Learning als guter Weg

In der Realität werden E-Learning und Präsenztrainings kombiniert. Das sogenannte Blended Learning kombiniert die Vorteile aus beiden Systemen. Mit dem E-Learning werden Basisthemen vermittelt. Das Seminar setzt auf diesen Kenntnissen auf. In der Präsenzphase wird damit weniger Zeit für das Vermitteln von Basiswissen benötigt. Die Fakten werden im Team gemeinsam diskutiert bzw. direkt in Übungen angewendet. Gerade bei den Soft Skills es ist schwierig diese Fähigkeiten in einem E-Learning zu erwerben.

Learning by doing – auch ein Weg

Bei den Formen der Weiterbildung dürfen wir das Lernen am Arbeitsplatz nicht vergessen. Es ist eine Form, die sich als besonders motivierend, effizient und kostensparend erwiesen hat. Denn es bietet die Möglichkeit, Theorie und Praxis, Wissen und Können, Erkenntnis und Handlung miteinander zu verbinden. Man lernt das Controlling im Controlling. Im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen ebenso wie durch testen und probieren.

Im Bereich Weiterbildung wird sehr häufig über den Begriff "Lebenslanges Lernen" gesprochen. Auch im Controlling muss Weiterbildung ein Dauerthema sein.

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