Stress / 2.4 Die biologische Funktion von Stress

Eigentlich bedeutet die Stressreaktion eine Vorbereitung des Organismus auf lebensbedrohliche Notfallsituationen. Die körperliche Reaktion bei Stress läuft zunächst immer gleich ab: durch die Ausschüttung von Stresshormonen (u. a. Adrenalin) und die Aktivierung des sympathischen Nervensystems werden alle Körpersysteme auf erhöhte körperliche Leistungsbereitschaft eingestellt. So steigt der Blutdruck, die Herz- und Atemfrequenz steigen an, die Muskeln spannen sich. Innerhalb kürzester Zeit ist der Mensch zum Kampf oder zur Flucht bereit. Man spricht von der Alarmreaktion des Körpers, die bei einer Gefährdung automatisch erfolgt.

Der heutige Mensch kann i. d. R. – im Gegensatz zum Tier und zum Urmenschen – weder fliehen noch kämpfen. Die entstandene Anspannung und die starke Reaktion der inneren Organsysteme werden deshalb nicht mehr abgebaut. Eine gelegentliche körperliche Stressreaktion kann der Mensch noch gut kompensieren. Bei Dauerstress entsteht jedoch eine ständige Alarmbereitschaft des Körpers, die zu verschiedenen psychosomatischen und organischen Erkrankungen führen kann. Stress ist für die schnelle Bewältigung von Not­situationen lebensnotwendig.

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