Sonntagsarbeit / 1 Umfang der Steuerfreiheit

Steuerlich begünstigt ist die Sonntagsarbeit in der Zeit zwischen 0:00 Uhr und 24:00 Uhr des jeweiligen Tages. Zahlt der Arbeitgeber für diese Zeit gesonderte Zuschläge, sind diese steuerfrei, soweit sie 50 % des Grundlohns nicht übersteigen.

Grundlohn ist der dem Arbeitnehmer im jeweiligen Lohnzahlungszeitraum für die regelmäßige Arbeitszeit zustehende Anspruch auf laufende Geld- und Sachbezüge, dieser Betrag ist auf einen Stundenlohn umzurechnen. Für die Berechnung der Steuerfreiheit ist der maßgebende (Stunden-) Grundlohn auf höchstens 50 EUR begrenzt. Ein übersteigender Grundlohn kann für die Berechnung des steuerfreien Zuschlags nicht angesetzt werden. Für Sonntagsarbeit von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr kann demnach ein steuerfreier Zuschlag von höchstens 25 EUR pro Stunde bezahlt werden, auch wenn sich aufgrund der vereinbarten Lohnbezüge ein Stundengrundlohn von mehr als 50 EUR ergibt.

Wird an einem Sonntag vor 24:00 Uhr eine Nachtarbeit begonnen, kann ein Sonntagszuschlag auch noch für die Zeit von 0:00 Uhr bis 4:00 Uhr des nachfolgenden Montags als steuerfrei anerkannt werden.

 

Praxis-Beispiel

Berechnung der Steuerfreiheit bei mehr als 50 EUR Grundlohn

Ein Arbeitnehmer erhält einen Grundlohn von 60 EUR pro Stunde. Nach dem Tarifvertrag hat der Arbeitgeber für Sonntagsarbeit einen Zuschlag von 50 % des Grundlohns zu zahlen, also 30 EUR pro Stunde.

Ergebnis: Der Sonntagszuschlag von 30 EUR bleibt i. H. v. 25 EUR steuerfrei (50 % von max. 50 EUR) und ist bezüglich des Restbetrags von 5 EUR als laufender Arbeitslohn mit den übrigen Lohnbezügen lohnsteuerpflichtig. Bei der Sozialversicherung beträgt die beitragsfreie Obergrenze für Sonntagszuschläge 12,50 EUR (50 % von max. 25 EUR Stundenlohn).

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