Sommer, SGB V § 257 Beitrag... / 3 Literatur und Rechtsprechung
 

Rz. 75

Dreher, Krankenversicherung und Spartentrennung – Zur Europarechtswidrigkeit des Gesundheitsstrukturgesetzes 1993, VersR 1993 S. 288.

ders., Kein Beitragszuschuss für privat krankenversicherten Beschäftigten für Beiträge zu freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung der Ehefrau. Anm. zu BSG, Urteil v. 20.3.2013, B 12 KR 4/11 R, jurisPR-SozR 2/2014 Anm. 4.

Heimann, Ist die Nichtberücksichtigung teilzeitbeschäftigter Selbständiger in § 257 SGB V verfassungswidrig?, SGb 2008 S. 14.

Henssler, Der Zuschuss des Arbeitgebers für privat Krankenversicherte und freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte – Systematik und Tücken des § 257 SGB V, BB 2016 S. 2613.

Marburger, Beitragszuschüsse der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes zur Sozialversicherung Ihrer Arbeitnehmer, PersV 2012 S. 212.

Merkens/von Birgelen, Beitragszuschuss des Arbeitgebers für privat Krankenversicherte, WzS 2000 S. 65.

Merkens, Der Standardtarif in der PKV und Öffnungsaktionen der PKV für Beamte, Die Beiträge 2000 S. 577.

Reiter, Der Entwurf einer 3. Schadenversicherungsrichtlinie der EG aus sozialrechtlicher Sicht, ZfSH/SGB 1991 S. 619.

Sommer, Zu den Änderungen für die PKV im Rahmen des GKV-Gesundheitsreformgesetzes 2000, Zeitschrift für Versicherungswesen 2000 S. 356.

 

Rz. 76

Für den Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss nach § 405 RVO (= § 257 SGB V) ist der Rechtsweg zu den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit gegeben:

GmS-OBG v. 4.6.1974, 2/73, BSGE 37 S. 292 = SozR 1500 § 51 Nr. 2 = NJW 1974 S. 2087 = USK 7490.

Der Anspruch auf Beitragszuschuss ist vor dem Sozialgericht mit der Leistungsklage (§ 54 Abs. 5 SGG) geltend zu machen:

BSG, Urteil v. 25.9.1981, 12 RK 58/80, BSGE 52 S. 152 = SozR 2200 § 405 Nr. 10 = USK 81268.

Der Anspruch auf den Beitragszuschuss verjährt innerhalb einer Verjährungsfrist von 4 Jahren:

BSG, Urteil v. 2.6.1982, 12 RK 66/81, USK 82182 = JurionRS 1981, 14731 = Die Beiträge 1982 S. 311.

Bei Mehrfachbeschäftigten ist der Beitragszuschuss anteilig im Verhältnis der Verdienste von allen Arbeitgebern zu tragen, bei denen der Arbeitnehmer gleichzeitig beschäftigt ist, auch wenn der Verdienst bei einem Arbeitgeber bereits die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet:

BSG, Urteil v. 11.12.1986, 12 RK 43/85, SozR 2200§ 405 Nr. 12 = USK 86228 = VersR 1987 S. 998.

Für Ansprüche auf Arbeitgeberanteile oder Arbeitgeberzuschüsse zu Ersatzkassenbeiträgen, die nicht auf §§ 405, 520 RVO a. F. gestützt werden (können), ist der Rechtsweg zu den Arbeits- und nicht zu den Sozialgerichten gegeben (Anschluss an GmSOGB v. 4.6.1974, GmS-OGB 2/73, SozR 1500 § 51 Nr. 2):

Hess. LSG, Urteil v. 11.3.1993, L 1 KR 671/90, SGb 1994 S. 432 (LS) = JurionRS 1993,11737.

Anspruch auf einen Beitragszuschuss besteht nicht für einen nach § 6 Abs. 1 Nr. 2, 6 versicherungsfreien Beamten mit Anspruch auf Ruhegehalt und Beihilfe:

BSG, Urteil v. 10.3.1994, 12 RK 37/93, SozR 3-2500§ 257 Nr. 4 = USK 9408 = Die Beiträge 1994 S. 613.

Anspruch auf einen Beitragszuschuss besteht nicht für einen nach der RVO von der Versicherungspflicht als Beschäftigter befreiten Beamten:

BSG, Urteil v. 10.3.1994, 12 RK 81/92, SozR 3-2500§ 257 Nr. 3 = Die Beiträge 1994 S. 633 = Breithaupt 1995 S. 17 = USK 9406.

Ein hauptberuflich selbständiger Rechtsanwalt, der wegen § 5 Abs. 5 in der Beschäftigung nicht der Versicherungspflicht unterliegt, hat keinen Anspruch auf einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers:

BSG, Urteil v. 10.3.1994, 12 RK 12/93, BSGE 74 S. 101 = Die Beiträge 1994 S. 589 = USK 9407 = SozR 3-2500 § 257 Nr. 2.

Eine zuvor nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 versicherungsfrei beschäftigte Ehefrau wäre bei unbezahltem Erziehungsurlaub in der gesetzlichen Krankenversicherung sonst nach § 10 versichert, so dass für deren private Krankenversicherung ein Anspruch auf Beitragszuschuss für den krankenversicherungsfreien Ehemann besteht:

BSG, Urteil v. 29.6.1993, 12 RK 48/91, USK 9390 = NZS 1994 S. 21 = SozR 3-2500 § 10 Nr. 2.

Der Beitragszuschuss umfasst auch die Versicherungsprämien der privaten Krankenversicherung für die Ehefrau, wenn diese sich im unbezahlten Erziehungsurlaub befindet:

BSG, Urteil v. 29.6.1993, 12 RK 9/92, USK 9395 = SozR 3-2500 § 257 Nr. 1 = Die Beiträge 1994 S. 124 = Breithaupt 1994 S. 554 = NZS 1994 S. 179.

Anspruch auf Familienversicherung besteht auch für die Ehefrau des gesetzlich Krankenversicherten, wenn diese sich unter Fortfall der Dienstbezüge zur Kinderbetreuung nach § 79a BBG beurlauben lässt. Der Anspruch auf Beihilfe nach § 79a Abs. 4 BBG besteht in diesen Fällen wegen Familienversicherung nach § 10 nicht:

BSG, Urteil v. 23.10.1996, 4 RK 1/96, ErsK 1997 S. 73 = BSGE 79 S. 184 = SozR 3-2500 § 10 Nr. 8 = Breithaupt 1997 S. 493 = SozVers 1997 S. 193 = ZTR 1997 S. 286.

Geringfügig Beschäftigte i. S. d. § 8 SGB IV, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert und nach § 20 Abs. 3 in der sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig sind, haben nach § 61 Abs. 1 keinen Anspruch auf einen Beitragszuschuss zu ihrem Pflegeversicherungsbeitrag:

BSG, U...

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