Sommer, SGB V § 24e Versorg... / 2.2 Versorgung im Zusammenhang mit der Entbindung
 

Rz. 4

Die unter Rz. 3 ff. aufgeführten Leistungen kann die Versicherte wegen des Wortlautes des § 24e auch im Zusammenhang mit der ambulanten Entbindung beanspruchen.

Unter der Entbindung versteht man die Zeit zwischen der Eröffnungs- und der Nachgeburtsphase. Weil aber § 24e den Anspruch nicht nur während der Entbindung, sondern im Zusammenhang mit der Entbindung regelt, sind auch die Kosten für Arzneimittel usw. von der Krankenkasse zu übernehmen, die für die Nachbereitung (die nach der eigentlichen Entbindung mit dem Entbindungsprozess oder mit den unmittelbaren Folgen des Entbindungsprozesses im medizinischen Zusammenhang stehenden Mittel) entstehen.

Die Arznei-, Verband- und Hilfsmittel sowie sonstigen Maßnahmen, die von einer Hebamme im Zusammenhang mit der Entbindung abgegeben werden dürfen, sind im Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe nach § 134a SGB V geregelt.

Erfolgt die Entbindung allerdings in stationärer Form (z. B. in einem Krankenhaus), werden die notwendigen Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel nicht nach § 24e, sondern nach § 24f – und zwar im Rahmen der vereinbarten Vergütungspauschalen – als stationäre Entbindung abgerechnet.

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